Bauchvergleich Männer

Abdominalvergleich Männer

Die Theorie: Diesmal wird es ein Junge und Männer brauchen mehr Platz! Die dichtesten Germanen wohnen in Ostdeutschland. Zu fett sind die Bundesbürger - diese Expertenmeinung wird nun durch eine Repräsentativstudie des Männermagazins "Men's Health" (Ausgabe 2/2008, EVT 16.1.2008) untermauert. Dazu untersuchte das Stuttgart Institute for Rational Psychology 19.786 Männer und die 18- bis 79-Jährigen in allen Ländern und den 38 Großstädten.

Erstmalig wurde auch der Abdominalgurt vermessen - was nach Expertenmeinung sinnvoller ist als der bisher geltende Body Mass Index (BMI). Danach liegen die DDRs an der Tabellenspitze. Waehrend der Bauchtraeger der Maenner in ganz Deutschland mit 96,97 cm bereits zu gross ist, haben die Maenner in Thueringen einen durchschnittlichen Bauchtraeger von 98,27 zm.

Mit mehr als 93 cm erhöht sich das Infektions- und Diabetesrisiko, 102 cm und mehr Fachleute halten es für lebensbedrohlich. Die Hamburg-Männer stehen im Verhältnis am besten da. Mit einem durchschnittlichen Abdominalumfang von 94,81 cm liegen sie aber auch deutlich im Risikobereich. Es ist sehr vergleichbar mit Frauen:

Mit einem durchschnittlichen Frauenbauch von 87,10 cm steht Thüringen an der Weltspitze, kurz vor dem Rest des Ostens. Doch auch die Hansestadtbewohnerinnen schädigen mit einem Abdominalumfang von 83,63 cm deutlich ihre eigene Körpergröße. Mehr als 80 cm sind für die Frau bereits jetzt eine Gefahr, und für mehr als 88 Ärzte spricht man von einem äußerst großen Gesundheitsrisiko.

Körperzentrum: Eine Kulturgeschichte des Bauchs seit der Frühneuzeit - Tina Ebbing

Ob das lustige Bauchgefühl, der "Nabel" der Erde oder der Waschbrettmagen - unsere Magenbilder sind stark kulturbeeinflusst und gleichzeitig ein Ausfluss von Standards, Wertvorstellungen und Weltanschauungen. Sie thematisiert die Beziehung zwischen Gehirn und Magen, befasst sich aber auch mit fabelhaften Erzählungen über fastende Wunder und Wolverinen.

Berichtskommentar

Hallo, ich bin Julia, ich bin in der elften Woche.â Und die Gruppen antworten: âHello Julia!â. Weil bei literweisem Getränk, gesundem ernähren, Folsäure-Kapseln verschlucken, hinreichend einschlafen und ständig von der Erkundung bis zum Untersuchungslauf (wenn man die Lokomotive ab dem sechsten Lebensmonat noch so aufrufen kann) wird es noch lange nicht gemacht: Wer heute eine verantwortungsvolle Schwangerin sein will, muss ganz schön viel tun.

Auch Yoga und Schwimmsport verbleiben als Empfehlungen an die körperliche Ertüchtigung über. Nun, dann also Schwangerschaftsyoga: Die behutsamen Hallos beim Bekanntmachen mit der Rundgruppe werden rasch von eher unverschämt rollenden Blicken auf die Bäuche der anderen abgelöst. âGanz deutlich, die lassen bald los.â Der dachte drängt weiter mit dem Blick auf die wölbenden Kügelchen vorhin.

So wie Männer in der Umkleide fühlen, wird plötzlich spätestens deutlich, wenn man den Text hat, geht ich das kleinste tatsächlich sofort und ohne hintergründige Motive durch den Chef. Während mein Nachbar auf der rechten Seite stolze und siegreiche über ihr praller Bauchnabel streichelt, hält ich berührt ein Tuch vor meine Körpermitte.

Auch grüble, ob dieses schwangere Frauen-Paralleluniversum wohl nach neun Monate wieder ebenso rasch in die diätgeplagte Frauen-Welt zurückverwandelt. dergleichen.