Michael Reschke Leverkusen

Das ist Michael Reschke Leverkusen.

Der Sportvorstand des VfB Stuttgart über seine gemeinsame Zeit in Leverkusen. Das gibt Reschke zu: Überraschungs-Coups kaum noch möglich Letzten Hochsommer gelang dem VfB Stuttgart ein Putsch außerhalb des Spielfeldes, die Schwäbischen unterzeichneten Michael Reschke vom Bayern München und stellten ihn als Sportdirektor ein. Das hat sich bereits gelohnt, denn Reschke stieß auf den argentinischen Nachwuchsspieler Santaigo Ascacibar, der im verteidigenden Mittelfeld der Stammgäste des VfB steht.

Michael Reschke erzählte dem Spieler nun von seinem Job bei Bayer Leverkusen und den aktuellen Scoutingbedingungen. Mit Michael Reschke und Bayer Leverkusen, das war eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit, verbrachte er sechzehn Jahre (1998-2014) in der Leitung des Betriebsvereins, zuvor war er Jugendausbilder. Er trug entscheidend zum Gelingen der 1990er und Anfang der 2000er Jahre bei, als sich Bayer Leverkusen als zweite deutsche Fußballmannschaft durchsetzte und den wenig anschaulichen Beinamen "Vizekusen" erhielt.

Für den jetzigen Sportbeirat des VfB Stuttgart ist der bisherige Erfolge kein Zufall: "In Leverkusen waren wir schon frühzeitig verantwortlich, denn wir waren die ersten in Deutschland, die ein kompetentes Gesamtkonzept eingeführt haben", erläuterte er gegenüber dem Fußball. Er wollte jedoch nicht, dass seine eigene Persönlichkeit in Hinblick auf den Fortschritt der 90er Jahre in den Fokus rückt, sondern pries den damaligen Geschäftsführer Reiner Calmund und den Head Scout Norbert Ziegler: "Sie waren sehr fantasievoll und konnten sensationelle Transfers einleiten.

Jorginho, Emerson, Lucio, Ze Roberto, Paulo Sergio oder Diego Placete - das waren Verrückte für einen Club wie Bayer. Es war toll, was wir in Südamerika gemacht haben, denn wir waren frühzeitig auf dem richtigen Weg, als noch niemand da war", sagte er dem Fußballspieler, dass Geschwindigkeit damals das Rezept für den Erfolg war.

Reschke ist davon Ã?berzeugt, dass dies heute nicht mehr möglich ist, da alles "transparent" geworden ist und sich "Scouting gravierend verÃ?ndert hat", da alle Profi-Clubs inzwischen Ã?ber ein internat inales Scouting-Netzwerk verfÃ?gen: "Es ist schwieriger geworden, Ã?berraschende Coups zu ergattern, auch wenn wir gut positioniert sind", sagt die 60-JÃ?hrige. Ein weiteres Beispiel für die gute Scouting-Arbeit von Bayer ist die Versetzung von Arturo Sidals im Jahr 2007, für die er damals stark beanstandet wurde, wie Reschke erinnerte: "Ich erinnere mich noch daran, wie ich damals beanstandet wurde.