Durch den eBay-Klon Alando, den sie für 43 Mio. $ verkauft haben, und den Klingelton-Anbieter Jamba, der für 273 Mio. $ den Eigentümer gewechselt hat, legen die Samen den Grundstock für ihr Herrschaftsgebiet. Aber was ist das Geheimniss der Samwer? Was ist das Dreiergespann, das mit seiner Gesellschaft Rocket Internet millionenfach Geld einbringt, die sich um die Aktienbörse bemüht und neue Start-ups am Montageband aufbaut?
Kaczmarek beobachtete die Samwer seit Jahren und hat mit ihnen und vielen ihrer Vertrauenspersonen geredet.
US-Präsident Donald Trump ist im Wahlkampf gegen die NATO weitestgehend allein im parteipolitischen Washington. Deshalb sollten sich Deutschland und Europa nicht nur auf den Bundespräsidenten konzentrieren, sagt Marco Overhaus. Bis zum NATO-Gipfel am kommenden Wochenende wächst die Unsicherheit über die Politik des amerikanischen Bündnisses in den Metropolen Europas.
Besondere Beachtung wird President Trompete geschenkt. Was er gesagt hat, ist in der Tat sehr beunruhigend. Kürzlich berichtete das Nachrichten-Portal "Axios" dem Staatspräsidenten mit der Feststellung, die NATO sei so schlecht wie das North American Free Trade Agreement NAFTA, beide seien viel zu kostspielig für die USA. Weitere Presseberichte berichten, dass Trompete sich für den Rückzug der amerikanischen Streitkräfte aus Deutschland interessiert habe.
Im Vorfeld des ersten Treffens von Trump mit Wladimir Putin am sechzehnten Juni gibt es auch Befürchtungen, dass der Amerikaner die Annektierung der russischen Halbinsel anerkennt. Er könnte als Oberbefehlshaber der Armee das Fünfeck auffordern, die Teilnahme der USA an NATO-Übungen zu stoppen oder US-Truppen aus Europa abzubauen.
Darüber hinaus hat der US-Kongress seit den Anschlägen von 2001 die Sicherheitspolitik zunehmend an die ausführende Gewalt delegiert. Es ist jedoch notwendig, über das Weisse Haus hinauszuschauen, denn die NATO wird im US-Kongress und in der Regierung als sehr bedeutsam angesehen. Zwei US-Senatoren, die Demokraten Jeanne Shaheen und der Südafrikaner Thom Tillis, haben im Januar 2018 die bis 2007 bestehende "Senate Nato Observer Group" wiederbelebt.
Mit der Verabschiedung des Budgets hat der Kongreß einen starken Einfluss auf den Präsident. Die Entscheidung darüber, ob die Repräsentanten und Abgeordnete diesen Druck ausüben, ist nicht nur von ihren Mehrheiten abhängig, sondern auch von den bevorstehenden Halbzeitwahlen im kommenden Jahr.
Die Entscheidung, weitreichende Sanktionsgesetze gegen Rußland zu erlassen, auch gegen den Willen des Weissen Haus, hat jedoch bewiesen, daß der Kongreß den Streit mit der Trompete nicht zwangsläufig aufgibt. In der Verwaltung, d.h. im Ministerkreis, im Spitzenpersonal und in den Verwaltungsapparaten, herrscht ebenfalls Befürwortung für die NATO. Seit der Ratspräsidentschaft von Donald Trump spielt das Fünfeck eine besonders wichtige Rolle in der US-Security-Politik.
Spitzengeneräle wie Curtis Scaparrotti, Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, bestätigen immer wieder die Wichtigkeit der NATO für die US-Security in Washington. Es gibt auch im Außenministerium der USA bedeutende Befürworter der NATO, die jedoch im ersten Amtsjahr von Trump an den Rand gedrängt wurde. Die Verwaltungsapparate sind an die Anweisungen des Staatspräsidenten geknüpft, haben aber ebenso wie der Kongreß die Möglichkeit, die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der USA zu beeinflussen (was sie in einigen Ländern zum Beispiel dadurch erreicht haben, dass sie beschlossen haben, sich weiterhin für Afghanistan einzusetzen).
Zudem gestalten die Funktionäre und Beiräte die Beschlüsse des Bundespräsidenten und nehmen Einfluss auf deren Durchsetzung. Zweifellos werden die Vereinigten Staaten unter der Ratspräsidentschaft von Donald Trump nicht mehr der Felsen der Stärke sein, an dem das Buendnis seit Jahrzehnten festhalten kann. Allerdings ist der Staatspräsident mit seinen Feindseligkeiten gegen die NATO - jedenfalls noch - auf einem langen Weg im politischen Leben Washingtons.
Es ist noch nicht abzusehen, ob die politischen und sozialen Innenkräfte, die Trompete ins Weisse Hause katapultierten, langfristig auch die breiten Unterstützungen für Amerikas Bündnisse aushöhlen werden. In Anbetracht der aktuellen innerstaatlichen politischen Auseinandersetzungen in den USA wäre es ratsam, sich in Deutschland und anderen NATO-Staaten nicht darauf zu begrenzen, immer wieder auf Liebesbekundungen aus dem ovalen Büro zu verzichten.
Es ist besser, mit den Kontaktpersonen im Kongreß und in der Verwaltung eine objektive Diskussion darüber zu beginnen, wie die NATO unter geänderten Bedingungen für ihre Mitgliedsstaaten ein sicheres Leben garantieren kann und welchen Beitrag Deutschland und andere NATO-Partner in Europa dazu erwünscht sind und können. "Umzingelt ist Deutschland von Freunden" Am kommenden Wochende treffen sich führende Militärstratege in München, um über die Weltsituation zu diskutieren.