Die Anteile sind in den großen Städten deutlich größer. In Hamburg beispielsweise sind derzeit 54% aller privaten Haushalten von Singles bevölkert. In Deutschland werden die Menschen auch dank des medizinisch bedingten Fortschrittes zunehmend altern. Mittlerweile wohnt aber eine Generation von Rentnern, die nicht immer mit ihren Partnern altern, sondern auch separat leben. Statt dessen ist die Lebensdauer von Müttern um etwa zehn Jahre erhöht.
Ein Großteil der Einzelwohnungen in Deutschland wird von der Altersgruppe besetzt. Etwa 34% der Alleinstehenden sind über 64 Jahre jung. Die Tatsache, dass Ältere allein - und vielleicht auch allein - wohnen, wird manchmal darauf zurückzuführen sein, dass sie es sich sogar erlauben können, allein zu sein. Die Einzelwohnung ist in Schweden mit 52% die am häufigsten genutzte Unterbringungsform.
Im Süden dagegen, wie in Malta oder Portugal, beträgt der Marktanteil nur 20 Prozentpunkte. Der " Mutterjungenindex ", d.h. der Prozentsatz der Jugendlichen, die noch im erwachsenen Alter bei ihren Müttern wohnen, ist in Südeuropa oft besonders hoch. Aber einzelne Wohnungen bedeuten nicht zwangsläufig Reichtum.
Nach Angaben des Bundesamts für Statistik sind Single-Haushalte überproportional von der Armutsgefährdung bedroht und erhalten Hartz IV-Leistungen. Die Entwicklung der einzelnen Wohneinheiten trifft vor allem die Stadt. "Errichtet man heute ein neues Haus in der Nähe der Stadt, werden die Apartments aufgrund gestiegener Grundstücks- und Baupreise immer kleiner ", sagte Axel-H. Wittlinger vom Immobilienverband Deutschland (IVD) Nordt dem "Hamburger Abendblatt".
In der Tat lebt jeder Deutscher auf 46,3 qm. Seit 2000 ist dieser Anteil um 17,2 Prozentpunkte angestiegen. Noch nicht ganz, denn dieser Lebensraum wird auch durch Apartments am Rande der Stadt und im Grünen aufgewertet. Die Tatsache, dass die Größe der Apartments pro Einwohner auch in den Ballungsräumen zunimmt, ist auch den Pensionären zu verdanken.
Oft wohnen sie noch in den Altbauwohnungen, die sie mit ihren Familien bewohnten. Dabei ist die Situation klar: In Metropolen wie Hamburg oder Berlin werden die Apartments jetzt kleiner als heute. Grössere Apartments sind teuerer - es gibt also nur eine Reduzierung der Wohnflächen, wenn Sie weiter in begehrten Quartieren wohnen wollen.