Ein gutaussehender Typ aus dem Bekanntenkreis. "Aus allen kann man etwas über sich selbst erfahren. Statt also mit einem Mann und einem Date verrückt zu werden, kann man die Tatsache genießen, dass es unterschiedliche Menschen gibt, die uns anders bereichern", meint Massa eindringlich. Übrigens haben auch bei Männern eine Keule, die jedoch eine andere Struktur hat als bei Frauen: die Bürofrau; die Geschlechtsbombe, die er sowieso nie bekommen wird, die verrückte und, für sie ungünstig: die letztinstanzliche Etappe.
Damit auch der Geschlechtsverkehr mit Unbekannten für die Frau attraktiv wird, erinnern die Portalgestaltungen an die Webseiten der hochwertigen Dessous-Shops à la Coco de Mer, schöne Damen in teuerer Wäsche, edle italienische Anzüge lockt mit einem sinnstiftenden Lachen. Offensichtlich vorteilhaft für Frauen: Sie können die Geschlechtlichkeit outsourcen, ohne die Korridore am Arbeitplatz oder bei Freunden sozial zu schädigen; das Überviel an Mann erlaubt es den Nutzern, Termine rasch zu vereinbaren.
Dass es für die Frau nicht immer funktioniert, Geschlecht als Freizeitbeschäftigung zu sehen, sondern dass die ungebundene Verbundenheit mit den Begleiterscheinungen des Leeregefühls und der Einsamkeit zusammenhängt, meint der Franzose Jean-Claude Kaufmann in seinem Fachbuch "Sex@amour": "How the internet changes our love life". Annabel Diillig hat die Suche nach "Diesen Kooperationspartner in den Einkaufswagen legen" durchgeführt:
Ein Jahr lang hat das Verständnis der Liebe einer sinnvollen Geschlechtsgeneration die verschiedenen Partnerportale erprobt - und dabei bestimmt, dass die seriöse Betreuung des Portals, die Wahl der interessierten Männer, das Gespräch und auf lange Sicht das Date so viel Zeit in Anspruch nimmt wie ein weiteres Dating. Im Rahmen des gegenseitigen Kennenlernens gibt es ein feines Bindungssystem: "Zuerst schreibst du dich über Dating-Plattformen", erläutert Dillig, "im nächsten Jobstepp verteilst du deine Mailadresse.
"Aber diese wurden vor dem Date kaum benutzt, um mit anderen zu sprechen. Unentschlossen ist die Firma auch in Bezug auf das Stichwort "Berechnung". Obwohl sie auch bemerkt hat, dass der Wille zu einem Meeting immer noch zuerst vom Mann geäußert wird, wird diese zurückhaltende Choreographie des Datums in der Kalkulation nicht fortgesetzt:
"â??Ich kann nicht darÃ?ber reden, wie bedeutsam mein Job fÃ?r mich ist, und dann die Zeit um zwanzig Jahre zurÃ?ckdrehen, wenn ich zahleâ??, erklÃ?rt sie. "Vor allem war es ihr ein Anliegen gewesen, die Zeche zu zahlen, wenn es sich um einen höheren Betrag handelt, und sie wusste, dass kein weiteres Meeting stattfinden würde.
Die Überweisung von Geldern gegen Zinsen wird daher von einer gleichberechtigten Person wie Annabel Dürig nach wie vor als selbstverständlich angesehen - und ihre Zahlungsfähigkeit soll diese implizite Verbindlichkeit aufheben, hinterfragt aber nicht die Verbindung selbst. Wäre es nicht möglich, ein Date zumindest aus volkskundlicher Sicht klassizistisch zu gestalten - die Dame macht sich schön, der Mann ist derjenige mit der Brieftasche, der seinen Wunsch durch Bezahlung ausspricht?
Schließlich ist allen Betroffenen bewusst, dass die modernen Damen ihren eigenen Kaffeepreis zahlen können. Die Sache ist nach wie vor knifflig - denn selbst wenn ein Klassiker auf dem Date auftauchte, würden die meisten dreißiger Jahre alten Damen immer noch so tun, als würden sie vor dem Ober nach ihren Geldbörsen suchen:
Noch nicht vollständig veraltet sind die Gender-Konstellationen durch Befreiung und das Netz und Frauen, die um ihrer selbst willen eine Liebesinszenierung spielen - der Wert für ein klassisches Date ist für sie insgesamt noch zu hoch.