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PHILOSOPHIE im Wettbewerb der Schule, Wissenschaft und Religion.... Der Pluralismus des Begriffs der Philosophie ist eines der Merkmale der ersten Jahrzehnte nach Christus - eine Zeit, die mit tief greifenden Änderungen verbunden ist, die unsere heutige Zeit auf faszinierende Art und Weise berühren. Vor allem die Neigung, nicht nur die materielle Welt innerhalb des globalen Römischen Reiches, sondern auch den geistigen Diskurs zu vereinheitlichen, ist angesichts der oben erwähnten Vielfalt überraschend.

Damit einher geht eine zunehmende Differenzierung und Vervielfältigung philosophisch-religiöser Lebens- und Heilsformen, zu denen das christliche Leben in Anlehnung an die hellenistische jüdische Überlieferung wiederkommt. In diesem Sammelband versammeln sich namhafte Fachleute aus aller Herren Länder, um die unterschiedlichen Aspekte dieser Entwicklungen zu beleuchten.

  • Angesichts der Wichtigkeit der Zeit für die Entwicklung der westlichen Identitäten dürften die Bände für ein breiteres Zielpublikum jenseits des engen Bereichs der Klassischen Studien von großem Nutzen sein.

Paläografie / Paläografie - Solomon A. Birnbaum im Überblick

Er ist unbestritten ein Vorreiter in zwei großen, verwandten Forschungsbereichen, und zwar der geschichtlichen Jiddistik und der Paläografie des Jüdischen und aller nachfolgenden Judensprachen: Im Jahre 1918 publizierte er die erste Wissenschaftsgrammatik des Yiddischen (vier weitere Ausgaben ab 1966); in den 1920er Jahren beginnt er - basierend auf der Notwendigkeit, die mittelalterlichen Handschriften des Yiddischen zu finden - mit seinen paläografischen Untersuchungen, die in dem Standardarbeit The Hebrew Scripts (1954/57-1971) gipfeln und ihm gleichzeitig ein weiteres Forschungsfeld, den Vergleich der Judensprachen, eröffnen.

Band I beinhaltet Artikel zur yiddischen Philologie: Herkunft und Zeitalter, orthografische und phonetische Tendenzen, Übersetzungsprobleme ins Lateinische, Mundartforschung, Ethymologie etc. sowie einen Einblick in die anderen Judensprachen und umfassende Einzelstudien, vor allem zu Dzudezmo ('Jüdisch-Spanisch') und Buchar ('Jüdisch-Persisch'). In den Beiträgen in Band II wird die Entstehungsgeschichte der althebräischen Paläografie in den 1930er bis 1960er Jahren dokumentiert, wo sich die quantitativen und vergleichenden Verfahren von Birnbaum vor allem seit 1947 auf den damals gefundenen Schriften des Totes Meeres, aber auch auf Neuentdeckungen von mittelalterlichen Manuskripten aus dem Judentum hervorragend bewährt haben.

Von 1922 bis 1933 lehrt er an der Hamburger Uni und von 1936 bis 1957 jiddische und jüdische Paläografie an den Universitätsinstituten in London.