Wo sich die Gleichheit von Mann und Weib immer mehr in Wertvorstellungen und Gesetzmäßigkeiten äußert, überwiegt noch immer der gr? Da waren die Aufgaben klar: Der Mann gilt als Vorgesetzter, weil er von der Logik gelenkt, das nötige Kapital nach Haus und Hof gebracht und Meister war.
Auch er war der Dame vor dem Gericht übergeordnet, und sie war mehr sein Eigentum als sein Partner. Daß diese Werte noch nicht ganz ausgerottet sind, beweisen Wortkreationen wie " Wartuscher ", " Weicheis " oder auch " Beimme " - sie alle beschreiben das genaue Gegenteil des oben gezeigten Bilds - ein Mann, der einfach nicht "bestehen kann".
Er bekommt keinen Fingernagel in die Mauer, hat wenig Durchsetzungsvermögen und steht immer noch "unter dem Schuh seiner Frau". Ein immer unterwürfiger Mann ist nämlich kein Mann mehr, sondern nur noch ein Knecht der Feminität. Das macht nicht die heißeste aller Frauen an. Wer weint, muss nicht vergessen, wie man lacht, wer seiner Ehefrau die ganze Erde zu Füssen legen kann, kann es andersherum verlangen.
Doch wer sich stets nur unterwürfig benimmt, dem gibt seine Herzlady jeden einzelnen Willen aus den Augen, liebt ihr Herz und der oben genannte Geschlechtertanz wird zu einem Theaterstück ohne Theater. Wenige Tricks, Gegensätze und ein wenig Selbstsucht, dazu das Gespür, dass der andere sich auch um sich selbst kümmern kann - das sind die kleinen Bestandteile, die den Reiz von Hingabe und Passion ausmachen.