Guten Tag Christine, sagen Sie uns zuerst, wer Sie sind und wie die Familie entstanden ist! Die Familie wurde Ende 2011 geboren: Miriam (34, Projektmanagerin bei einem digitalen Verein) und ich (33, Arzt) waren ein Lesbenpaar, das Kinder wollte. Dabei hatten wir bedacht, dass wir für unser Baby einen zukünftigen tatkräftigen Schwulenvater haben möchten.
Wir suchten umsonst im Internet, lasen Chiffreanzeigen in Zeitschriften und besuchten eine Fruchtbarkeitsgruppe für lesbische und homosexuelle Menschen - ohne Erfolg. Bis dahin schien uns das undenkbar, wir glaubten, das Netzwerk hätte eine Antwort auf all unsere Fragen. Also hatten wir beide zur gleichen Zeit die Idee, eine eigene Community wie Familyship zu schaffen.
Familyyship ist eine Webseite, auf der es möglich ist, mit Menschen in Verbindung zu treten, die eine Gastfamilie auf einer freundlichen Grundlage aufbauen wollen. Letztendlich geht es darum, ein alternatives Familienmodell umzusetzen, das nicht auf der Liebe zwischen den leiblichen Eltern basiert und von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit abkoppelt ist. Zum Beispiel ein Onkelvater oder eine Tante oder eine aktive Tante oder eine Ja-Sperma-Spenderin.
Co-Elterning heißt, dass es wenigstens zwei Personen gibt, die sich um das Baby bemühen wollen, in welchem Ausmaß auch immer. Da ist zum Beispiel die 39-jährige Dame, die vielleicht gelernt und dann ein Berufspraktikum gemacht hat, dann den Karriereeinstieg gefolgt ist, dann die ersten Jahre, um ihre Füße nass zu machen und dann auf einmal die letzten langfristigen Beziehungen zu ihrem Lebensgefährten und dann ist sie unverheiratet und hat immer noch den Wunsch, Kinder zu bekommen und aus biologischer Sicht eigentlich nicht mehr allzu viel Zeit.
Möglicherweise ist diese Dame jetzt auf der Suche nach einem homosexuellen Mann oder einem homosexuellen Ehepaar, weil sie nicht in seelische Verwicklungen mit dem Familienvater des Kindes verstrickt sein will und dabei nicht allein verantwortungsbewusst sein will. Es gibt einen Mann, der gern mit Kindern zusammen sein möchte, sich aber nicht als Familienvater sieht. Vielleicht würde dieser Mann ein Lesbenpaar aufsuchen, das möchte, dass das Baby regelmäßigen Umgang mit dem Familienvater hat, aber den Fokus seines Lebens mit den Familien behalten möchte.
Es gibt eine lesbisch-schwule Alleinstehende, die einen homosexuellen Alleinstehenden auf der Suche ist, oder zwei Menschen, die zwei Menschen auf der Suche nach einem homosexuellen Mann sind, oder eine heterosexuell eingestellte Person, die einen solchen hat. Und wer weiss, vielleicht werden sie sich doch verliebt haben, und wenn nicht, ist das nicht schlecht, denn im Mittelpunkt ihres gegenseitigen Bekanntschaftswechsels war der allgemeine Wunsch, Kinder zu bekommen.
Auf jeden Fall ist der Wille, Kinder zu bekommen, von zentraler Bedeutung. Bei Familyship gibt es etwa zwei Dritteln der weiblichen und ein Dritteln der männlichen Mitbewohner. Der Wille zu einer lebendigen Mütterrolle dominiert bei den Damen, bei den Herren ist dies jedoch ausgeglichen. Wer interessiert sich besonders für die alternativen Nachfolgemodelle? Insgesamt besteht ein starkes Fraueninteresse, die etwa 40 Jahre jung, gebildete, im Beruf verankerte und in der Geschichte nicht viel Glück mit der Leidenschaft gehabt haben und trotzdem ihren Willen, Kinder zu bekommen, mit sich führen.
Darüber hinaus gibt es viele Homosexuelle unter Familyship. Was denkst du, wie es für ein Baby ist, sowohl eine Mama als auch einen Papa zu haben? Es ist uns ein Anliegen, dass ein Kleinkind in einer liebenden und einfühlsamen Umgebung aufgewachsen ist. Das Geschlecht der Bezugsperson(en) erachten wir nicht als maßgeblich.
Allerdings sollte das Kleinkind die Gelegenheit haben, festzustellen, von wem es aus biologischer Sicht Abstammung ist. Können Sie ein oder zwei besonders nette Belege dafür geben, wie Menschen mit Ihrer Unterstützung als Familienmitglieder zusammengekommen sind? Etwas beiläufig ist es, wenn wir feststellen, dass irgendwann ein bestimmtes Produkt auf dem Gebiet der Familienforschung zur Welt gekommen ist, dessen Vater und Mutter sich gegenseitig kennen gelernt haben.
Ein homosexuelles Ehepaar traf in Berlin ein Lesbenpaar. Einer ist für den Mann, der andere für die Frau. In der Zwischenzeit wohnt ihr Junge bei ihnen, und ein weiteres Baby wird bald nachkommen. Außerdem pflegen wir den Pressekontakt und sind in gesellschaftlichen Netzen mitwirken.