Inzwischen ist diese Flirt-Welle auch in Deutschland eingetroffen. Diese Flirt-Methode ist besonders an Hochschulen und Fachbibliotheken populär. "Die Schüler lieben es zu kokettieren, aber man wagt es nicht, mit jemandem zu reden, oder man trifft sich nicht mehr", sagt Nik Myftari. Die Heidelberger Studentin erkannte den Trends der gefleckten Facebook-Seiten und gründete mit vier Mitstudenten die Website bibflirt.de.
Der Standort ist seit dem 16. Jänner im Internet und hat bereits 20 bis 30 Tausend Benutzer pro Tag. Auf der normalen getupften Facebook-Seite war es schwer, mit der Person, die Sie suchten, in Verbindung zu kommen. Anders bei bibflirt: Hier können die Benutzer gleich auf den Button "Direkttreffer - das bin ich" drücken und direkten Draht herstellen.
Was hat es mit dem Rummel um gefleckte Seiten und Lätzchen auf sich? "â??Die jugendliche Zielgruppe ist der Meinung, dass die Facebook-Kommunikation ganz gewöhnlich istâ??, sagt die Tiroler Diplomatin Bernadette Kneidinger von der UniversitÃ?t Bamberg. "Tatsächlich hat sich nur der Channel verändert, in der Vergangenheit haben Sie gerade Ihre Mitschüler befragt, heute veröffentlichen Sie ihn auf Facebook". Der Soziologe bescheinigt aber auch, dass die Hürde im Netz viel geringer ist und dass es absolut sicher ist, Kontakte zu haben.
"Das heißt nicht, dass es anders ist, nur weil die Komunikation im Netz stattfindet." Facebook-Seiten wie "entdeckt" betrachtet er nicht als Bedrohung für die allgemeinen kommunikativen Fähigkeiten der Menschen, sondern hebt hervor, dass einige Benutzer dazu neigen, weitere spezielle kommunikative Fähigkeiten zu erlernen. "Die " Fleckenbildung " kann als eine zweite Möglichkeit für diejenigen angesehen werden, die in einer persönlichen Situation nicht sicher sind, was die andere Person meint.
Der Gedanke von "spotted" und sibflirt ist nicht zwangsläufig etwas Neues. Die Grundidee hinter Facebook war, dass sich die Studenten auf dem Gelände gegenseitig kontaktieren konnten. Das Neue ist jedoch, dass Facebook mit anderen Einzelbörsen mit der neuen Graph-Search konkurrieren könnte. Die Graph-Search ist die neue Suchmaschine von Facebook. Die Pressesprecherin der Hamburger Datenschutzbeauftragten erläutert, dass die Gefährdung durch Pirsch und Berührung gegen den Wunsch der Gesuchten auf Facebook-Seiten besteht.
Über Facebook musste der bibflirt-Mitbegründer Nik Myftari über Bekannte nach seiner Lebensgefährtin aufsuchen. "Es hat auch funktioniert, aber mit einem Lätzchen oder Fleckchen wäre es viel kürzer geworden".