13 Teilnehmer trafen sich in Mainz im Rahmen eines bibliologischen Schnupperkurses im Mainzer Hof. Dorothea Kleele-Hartl, eine Bibliologie-Trainerin, gab einen Überblick über diese Bibelübersetzung. Die Rednerin der Bundesgeschäftsstelle und Chefin der Bibliotheksschnuppertage, Monika Altenbeck, erklärt, was der Ausdruck "Bibliolog" ist.
Das ist ein etwas unhandlicher Ausdruck. Die Bibliologin ist eine Art und Weise, in der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf spielerische Weise in eine Person/Charakter oder ein Objekt der Schrift versetzen und unter diesem Gesichtspunkt mit ihren eigenen Erlebnissen, dem Hintergrund des Lebens und der aktuellen Stimmung Wörter für das herausfinden, was zwischen den Linien des Bibeltextes steht.
Wo kommt die Technik her? Der Bibliologe wurde von dem Amerikaner Peter Pitzele und seiner Ehefrau Susan als psychodramatische und literarische Wissenschaftlerin konzipiert. Der Bibliologe steht in der Überlieferung der Judeninterpretation der Midrasch-Bibel. Der Bibeltext ( "schwarzes Feuer") dient zum einen als Grundlage, zum anderen aber auch als viel Platz für eigene Überlegungen, Gefühle und Einfälle.
In den Schnuppertagen haben wir uns zum Beispiel mit den Psalmen 1 befasst und sollten uns ganz genau vor Augen führen, der gepflanzte Christbaum auf Wasserläufen zu sein. Zuerst stellte die Leiterin der Bibliologie die Methodik und die Kulisse des Bibelauszuges vor; sie nahm die Teilnehmer mit in die Zeit, den Raum und das gesellschaftliche Milieu.
z. B. als Stammbaum. Ein Beispiel: "Es ist schön, dass ich als Bäumchen immer genug zu essen habe. "Die Aussagen wurden vom Leiter der bibliologischen Abteilung linguistisch angenommen und untermauert. Schließlich wurde der Arbeitsgruppe in ihrer Funktion als Stammbaum Dank ausgesprochen und die Beachtung auf den Inhalt des Textes gerichtet.
Der Leiter las den folgenden Absatz und blieb stehen, wo ein freier Raum der Interpretation im Klartext zu sehen ist. Dazu konnten die Teilnehmer noch einmal Stellung nehmen. Das Verfahren ist für alle Altersklassen und für eine Gruppe ab ca. acht Teilnehmern geeignet. Das Verfahren sollte jedoch nur von einem ausgebildeten Bibliologen angewendet werden, der einen Grundlehrgang durchlaufen hat.
Nächstes Jahr ( "2019") wird das kfd einen bibliologischen Grundkurs in zwei Studienmodulen am Mainzer Hof anbieten.