Sie erhalten dann eine E-Mail mit einem Download-Link zum Download einer Zip-Datei namens MyData. zip. Darin befindet sich ein Verzeichnis mit den Bildern, die Tinder von Ihnen hat, sowie eine ausführliche html-Datei, die ein Menu öffnet, durch das Sie sich in Ihrem Browser hindurchklicken können: Falls Sie schon einmal in Apps gekauft haben, finden Sie unter " Käufe " weitere Infos, und " Spotify " zeigt die bei Tinder hinterlegten Nummern an.
Sie sehen hier alle Meldungen, die Sie je über Tinder gesendet haben - auch wenn Sie diese lange Zeit in der Anwendung selbst löschen. Tinder wird Ihnen keine Antwort auf Ihre Fragen geben. Mit nur einem Mausklick können Sie sehen, wie viele Treffer Sie hatten, und mit der Suche Ihres Browsers können Sie einfach alle Meldungen nach Stichworten suchen.
Wahrscheinlich hat Tinder auf einen Beitrag der Publizistin Judith Duportail mit der bisher unbekannten Neuerung reagiert: Ich habe Tinder nach meinen Angaben befragt. Man schickte mir 800 Blätter meiner "tiefsten, düstersten Geheimnisse", sie hatte im Guardian eine Studie publiziert, die unter anderem darüber berichtet, wie schwer es ist, Tinder dazu zu bringen, seine persönlichen Informationen überhaupt herauszugeben.
Tinder selbst hat jedoch noch nicht mitgeteilt, dass die neue Aufgabe in der Öffentlichkeit existiert. Die Firma konnte sich nicht ohne weiteres ihre Dateien herunterladen, sondern hatte mit Hilfe des Datenschutzbeauftragten Paul-Olivier Dehaye dem Betrieb mehrere E-Mails mit Textpassagen aus diversen Rechtstexten zugesandt, bevor Tinder die Dateien endlich zur Verfuegung stellten.
Wenn Sie die MyData.zip-Datei erhalten möchten, müssen Sie sich lediglich einloggen und einige Tage auf den Download-Link warten. 2. Wenn Sie sich Sorgen um das Herunterladen der MyData-Datei machen und erwarten, dass Ihnen Ihre "tiefsten, düstersten Geheimnisse" in Schwarzweiß per E-Mail zugestellt werden, kann Tinder nur die vertraulichen Daten kennen, die Sie in Ihr Handy eingeben wollten.
Das Unternehmen hält jedoch nach wie vor sehr unterschiedliche, hochinteressante personenbezogene Informationen für sich und seine Inserenten bereit, wie Alessandro Acquisti, Ordinarius für Informatik an der Universität Mellon, gegenüber dem Unternehmen erläutert: "Wie oft Sie sich einloggen, wie lange Sie sich ein Bild ansehen, bevor Sie es löschen, oder wie lange andere Benutzer auf Ihre Fotos blicken.
Mit der neuen Downloadfunktion können Sie noch immer nicht alle diese Infos erhalten - aber die neue Funktionalität ist ein guter Beitrag zu mehr Übersichtlichkeit über alle von Nutzern zur Verfügung gestellten Dateien.