Außerdem haben wir aufgezeigt, welche Irrtümer Benutzerinnen und Benutzer vermeidet, um ihre wirkliche Persönlichkeit nicht unbeabsichtigt auf einem silbernen Tablett zu haben. Die Idee von Tinder ist einfach: Sie loggen sich über Ihr Facebook-Konto in die Anwendung ein und geben dann einfach das gewünschte Sexualleben und den Bereich ein. Tinder empfiehlt dann geeignete Leute zum Kennen lernen.
Die Anwendung zeigt Ihnen Landkarten mit Profilbildern, Vornamen, Altersangaben und Entfernungen. Erst wenn sich zwei Benutzer sympathisieren, kommt es zu einem sogenannten Matche. Zuerst haben wir recherchiert, welche Daten die Tinder-App an andere Benutzer sendet. Unser größtes Anliegen war ein Faux-Pas aus der Anfangszeit der App: Tinder hatte nicht die Distanz zwischen zwei Benutzern auf dem Rechner berechnet, sondern vor Ort auf den Geräten der Benutzer.
Während man also ganz neben seinem Wohnsitz aufgab - Grusel. Tinder legt alle Benutzerinformationen, einschließlich des Alters und Geschlechts, in seiner SQL-Datenbank ab.
Dies ist auch kein 100%iger Stalkerschutz, aber zumindest müsste man den Chat-Partner in ein langes GesprÃ?ch einbeziehen und im Wagen oder Zug sitzen, um mit Hilfe der Triangulierung hinter den Ort des Tinder-Spiels zu gelangen. Neben dem Namen gibt Tinder auch das Lebensalter der angemeldeten Person an.
Eine zweite Aufzeichnung ist uns aufgefallen: "birth_date_info": "fuzzy geburtstag aktiv, kein echtes geburtstag" "geburtstag": "1980-09-23T00:00:00. 000Z" Wir hätten tatsächlich damit gerechnet, dass der serverbetrieb das zeitalter errechnet und keine benutzerdaten durch die umgebung wie das geburtstag sendet. Tinder entschied sich dafür, die Kalkulation den Kunden zu übergeben.
In mehreren Tinder-Spielen war der Geburtsdatum immer willkürlich, nur das Jahr und der Monat der Geburt waren korrekt. Wir haben uns auch die internen Datenbanken der Anwendung angeschaut, um sicher zugehen, dass keine verschlüsselten Informationen an unseren Proxyserver weitergeleitet werden. In der Regel können Benutzer nicht auf die Datenbanken zugreifen. Tinder legt hier die Personendaten von Leuten ab, zu denen Sie eine Beziehung haben.
Wir haben hier zum größten Teil exakt die Angaben gefunden, die Sie in der Anwendung finden - zum Beispiel über die Alters- und Geschlechtszugehörigkeit. Ein Ausnahmefall: Die Rubrik "last_activity" gibt an, wann der Chat-Partner das letzte Mal mit Tinder war. In der offiziellen Applikation wird dieser "letzte Online"-Status nicht mehr angezeigt.
Tinder sollte daher dieses Daten nicht mehr im Netzverkehr senden. Zum Glück gibt es kein Missbrauchspotential: Wir haben es nicht erreicht, das ganze Directory einer Tinder ID auf den Tinder Servern im Webbrowser und mit Werkzeugen wie wget zu suchen. Wenn Sie die Verknüpfung mit einem anderen Tinder-Benutzer löschen, kann dieser weiterhin über die URL auf die vorhandenen Bilder zurückgreifen.
Auch bei der Auswertung der Benutzer- und Bildverwaltung haben wir festgestellt, dass die Entwicklung auch hier Verbesserungen vorgenommen hat: Früher hat Tinder statt seiner eigenen Benutzer-ID nur die Facebook-ID verwendet und die Fotos für Profilbilder verwendet. Mit diesen Kennungen wurde auf das Facebook-Profil des entsprechenden Tinder-Nutzers zugegriffen. Auch in den üblichen Beziehungen gibt es Bekannte, die Tinder überhaupt nicht haben.
Diese und ihre Gemeinsamkeiten genügen in der Regel, um einen Tinder-Nutzer auf Twitter zu suchen. Auch wenn weder die erfassten Datensätze noch die Datenbank-Einträge einen Rückschluss auf das Profil von aktuellen oder ehemaligen Chat-Partnern zulassen, ist die Anbindung an das Social Network aus mehreren GrÃ?nden problematisch: Jeder Nutzer von Tinder hat unweigerlich auch ein sogenanntes â??Facebookâ?? Profil, Ã?ber das er eventuell auch klar identifiziert werden kann.
Sämtliche Informationen, die Tinder anzeigt, kommen von Facebook - einschließlich des Alters, des Arbeitgebers und der Interessenslage. Weil die Suche auf der Website einfach ist, ist sie für viele Menschen die erste Adresse. Selbst wenn Tinder selbst keine ernsthaften Probleme mit dem Datenschutz hat, zeigen sich viele Benutzer unbeabsichtigt über Google. Tinder empfiehlt in vielen FÃ?llen Menschen, mit denen du deine Freundschaften auf der Seite von Freunden auf der Seite von Tinder teilst.
Weitaus öfter als erwartet sind Flirter allein an den von Tinder dargestellten Namen zu erkennen. Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook werden von vielen Nutzern als zu schwierig empfunden oder sie trauen dem Netz nicht. Anstatt ihr eigenes Firmenprofil vor Fremden zu beschützen, ziehen sie es vor, nicht unter einem Phantasienamen zu sein.
Der Phantasiename erscheint dann auch im Tinder-Profil, weshalb diese angebliche Schutzmassnahme die Tinder-Nutzer besonders rasch töricht entlarvt: Bei der Suche auf der Seite von Google stehen Menschen, die Sie vermutlich kennen - zum Beispiel durch gemeinsame Bekannte oder den gleichen Wohnsitz - in der Regel ganz oben auf der Hitliste. Bei einem gebräuchlichen Namen wie "Stefan" ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie in der sehr großen Hitliste verloren gehen oder mit etwas Pech von uns überhaupt nicht dargestellt werden.
Wenn Sie sich auf der Seite von Tinder (und damit auch auf Facebook) "Rumpelstilzchen77" nennen, ist dies beinahe die Gewähr, dass Ihr eigenes Profil auf der Seite von Tinder der erste Hit wird. Metasuchmaschinen suchen sehr bequem auf der Facebook-Webseite nach Menschen mit gewissen Eigenschaften. Ein weiterer Schwachpunkt ist das gemeinsame Interesse an Tinder. Die Anwendung nutzt für sie gerne die Funktion für die Nutzung von Like auf Google Maps.
Benutzer können auch hier gefunden werden: Es kann auch mit dem Lebensalter, anderen Facebook-Arten, dem Wohnsitz oder früheren Arbeitgebern oder Ausbildungseinrichtungen kombiniert werden - alles Infos, die für jeden in seinem eigenen Profil ersichtlich sind. Die Suche geht dann weiter zur Ergebnis-Seite auf Facebook. Die Google-Bildsuche bietet zusätzliche Orte für ein hochgeladenes Foto.
Aber auch andere soziale Netzwerke sind in Gefahr: Seit einigen Wochen stellt Tinder Profile von Hochschulen, Universitäten oder früheren Arbeitgebern aus. Zusammen mit Ihrem Namen und Ihrem Namen genügen diese Daten oft, um Karrierenetzwerke wie Xing oder Linkedin mit Erfolg zu versorgen. Bei unseren Versuchen funktionierte es nicht, individuelle Rechte wie den Zugang zur Freunde-Liste oder die Information über den Arbeitsort auf der Facebook-Seite in den App-Einstellungen der Tinder-App permanent zu sperren.
Diejenigen, die keine unangenehmen Überaschungen erfahren wollen, sollten daher bewußt mit personenbezogenen Angaben schonen. Hierzu zählen unter anderem Einstellungen für die Privatsphäre und die Profileinstellungen von Google, so dass dein Benutzerprofil nicht über die externen Websitebetreiber aufgespürt werden kann und nur deine eigenen Vorlieben und Fotos angezeigt werden. Auch sollten Angaben über ehemalige oder gegenwärtige Wohnorte, Besuch erschulen oder berufliche Hintergründe nicht auf der Website von Google gespeichert werden - das spart auch Sammleranfragen von Freunden, mit denen man seit der Grundschulzeit ohnehin nichts zu tun hat.
Das Profilfoto kann nur von Tinder aus Facebook-Alben aufgenommen werden. Daher sollten diese Bilder, wie auch andere Dating-Apps, nicht als Profil oder Wiedererkennungsbild für andere Dienste verwendet werden. Es ist am besten, das gewählte Bild als Profilfoto exklusiv für Tinder zu verwenden.