Das Opfer ist schön, klug, 29 - und immer noch Jungfrau! Dabei sollte es eigentlich nicht so weit sein: Falschen Platz, falschen Zeitpunkt - aber vor allem immer den falschen Mann. Plötzlich aber wechselt das, als Nik, Vics neuer Beruf als Chefredakteur, in ihr neues Lebensalter tritt: Er ist "Mr. Perfect" und hat alles, was sie je von einem Mann geträumt hat.
von einer verstorbenen Jungfrau, wo BRAVO' s "Dr. Sommer" ihr Auftraggeber ist.....
von einer verstorbenen Jungfrau, wo BRAVO' s "Dr. Sommer" ihr Auftraggeber ist..... Klicken Sie auf einen der Sterne: Nicht so stürmisch wie "Das Schicksal der Philosophen", sondern eine wunderschöne Romanze: "29 und noch jungfräulich" von Holger Haase ist ungeachtet des Titels kein Clown, sondern etwas zum Knuddeln.
Mit Vic (Anna Kubin) geht ein Wunschtraum in Erfüllung: Sie hat ein Interview mit der Jugendzeitschrift "Bravo". Aber Vic ist alles andere als ein Experte auf dem Feld, um den es bei Dr. Sommer geht: Als Jugendliche wollte sie ihre Unschuld für den rechten Mann bewahr. Und später gingen die Jungs immer einen langen Weg, wenn sie ihr Bekenntnis abzulegen hatte.
Dennoch wäre all dies kein Hindernis, wenn Marcus nicht in den Editor (Oliver Bootz) verliebt gewesen wäre; aber wenn er herausfindet, dass sie noch Jungfrau ist, kann sie den Auftrag loswerden. Natürlich muss man die anfängliche Idee annehmen, was kaum schwierig ist, denn Anna Kubin würde sowieso als 19 und nicht als 29 angesehen werden.
Auch der Schriftsteller Stefan Barth lehnt all die Glätte ab, die man in Kinofilmen à la "Zum Teufels mit der Unschuld" erlebt hat. Doch Holger Haase, der in seinem Debut "Das Life of Philosophen" so lebendig mit den Filmgattungen gespielt hat, setzt die korrespondierenden Schauplätze als ironischer Sklavenhalter in Szene. Der Kauf eines lebensgrossen Bettgenossen aus dem Sexprozess zum Beispiel, der wegen unsachgemässer Handhabung zum grossen Vergnügen der Werkfeuerwehr ("Das war Mord!") in Brand gesteckt wird, ist lautstark lustig.
Oliver Wnuk ist der alte Knacker unter den größtenteils ungewohnten Nachwuchsschauspielern in der wohl schönste Filmrolle: Er ist Vic's Zimmergenosse Björn, der bald heiratet und dann natürlich auszieht. Der Björn ist Vics Trauerbox, und erst gegen Ende zeigt sich, dass die beiden eine viel größere und intimere Verbindung haben.
Auch wenn die Story (Idee: Nikolle Uekermann) auf den ersten Blick recht einfach aussieht, sind Barth und Haase dank der sorglosen Darsteller, viel Witz und einem guten Hauch von Romanze ein wirklich netter Good Mood Film. tpg.