Der Begriff Mann-zu-Ware-Kommissionierung (auch: Person-zu-Ware-Kommissionierung) bezeichnet eine Kommissionierungsart, bei der die Materialbereitstellung in statischer Form abläuft. Das bedeutet, dass der Angestellte zum Einlagerplatz geht und die benötigten Waren vorort abfängt. Anders als bei der "Ware-zum-Mann"-Kommissionierung wird die Ware bei der Mann zu Mann-Kommissionierung nicht vom Stapelplatz zum Picker befördert. Diese Art der Auftragskommissionierung ist daher besonders für kleine Bestellmengen und Waren mit niedrigem Eigengewicht geeignet.
Nachteilig ist, dass die Ergonomie der Arbeitsplätze für den Arbeitnehmer durch den erhöhten Aufwand bei der Entnahme der Ware begrenzt wird. Zudem müssen aufgrund der Reiseroute längere Reisezeiten berücksichtigt werden. Weitere Information zur automatischen Entnahme erhalten Sie unter Wareneingang. Die THOMAS + PARTNER Gesellschaft mbH & Co. Seit über 35 Jahren implementiert THOMAS + PARTNER aus dem Großraum Karlsruhe massgeschneiderte intralogistische IT-Systeme mit besonderem Schwerpunkt auf den Bereichen Lagermanagement und Materialfluss.
Unübertroffen ist die flexible Handhabung der manuell gesteuerten "Mann-zu-Ware"-Kommissionierung. Es ist ideal für Betriebe, deren Kapazitätsauslastung im Bereich der Kommissionierung sehr unterschiedlich ist, da sie z. B. auf saisonale Spitzen und korrespondierende Umsatzschwankungen eingehen müssen. Verglichen mit automatischen, technischen und konstruktiven Kommissionieranlagen sind die Anschaffungskosten für Handanlagen wesentlich günstiger. Andererseits ist die Zahl der Kommissionierungen pro Stunde bei manueller Kommissionierung wesentlich kleiner als bei Automaten.
Demgegenüber wird in Automatikanlagen wie dem AKL oder dem kompakten Shuttle-Lager ein großer Umschlag volumenbereich erzielt. Allerdings sind diese Systeme nicht einfach an Schwankungen der Auftragslage oder saisonale Spitzen anzupassen.
Die " Ware-zum-Mann " Methode der Entnahme ist dynamisch, halbautomatisch oder vollautomatisch. Das Kommissioniergerät steht unmittelbar an der Entladestelle, wodurch lange Verfahrzeiten vermieden werden. Mit Hilfe eines Regalbediengerätes wird die zu entnehmende Ware aus einem in der Regel rechnergesteuerten Warenlager in den Kommisionierer transportiert. Das Weglassen des Weges und der Suchzeit für die einzelnen Artikel spart viel Zeit.
Die Transportzeiten werden durch die schnellen und vollautomatischen Förderer reduziert.
Beim " Mann-zu-Ware-Prinzip " werden die Ware im Regal stationär zur Verfügung gestellt, der Kommisionierer fährt entsprechend seiner Stückliste (mit Dokument oder papierlos) zum Lagerplatz und nimmt den Warenausgang vor. Der kommissionierte Ware kann nun entweder an einer Zuführstelle zentriert oder an einer dezentralen Förderstrecke angeliefert und dem Verpackungsraum zugeleitet werden.