Tatsache ist: 44% der Betrüger und 46% der Betrügerinnen informieren sich selbst über ihre Mitspieler. Jeder dritte Mann erlebt den Affront unmittelbar vom Ehepartner, 25 prozentig werden die Betrügerinnen vom Fremden selbst mitbekommen. Viele Fremde, 80-prozentig, mögen ihre Geschäftspartner und möchten ihnen gegenüber loyal sein.
Treulosigkeit ist einer der häufigste Grund für eine Scheidung. Statistisch gesehen sind in etwa 35 Prozentpunkten Neid, Treulosigkeit oder ein neues Partnerland der Grund für das Scheitern von Ehen. Laut einer Forsa-Studie sind 45 % der Bundesbürger der Meinung, dass ein Affront nicht verzeihlich ist. 3% der Befragten würden ihre Lebenspartner im Falle eines Betrugs aufgeben, so eine Studie des Forschungsinstitutes Gewis.
Studien belegen, dass Menschen, die von ihrem Lebenspartner betrogen wurden, manchmal sehr stark betroffen sind. Im Theratalk-Projekt in Göttingen wird festgestellt, dass Menschen, die betrogen wurden, in der Tat ähnliche Symptome wie bei einer post-traumatischen Belastungsstörung haben können. So mancher Betrüger fühlt sich als Opferin und ist äußerst unsicher. Man kann die Treulosigkeit nicht klassifizieren und die ganze Verwandtschaft in Frage stellen. Oder?
Das Gefühl für den eigenen Lebenspartner ist auch ambivalent: Manchmal will man für ihn streiten, manchmal will man ihn in die Einsamkeit entlassen. Vor allem aber die beschuldigende Frage: Wie kann mein Kollege mir das alles anhängen? Verratene Menschen empfinden sich nutzlos, deportiert und tief verwundet. Laut Theeratalk haben 68% der verratenen und 69% der verratenen Damen Zukunftsangst, 65% der Damen und 61% der Herren sind machtlos.
Studien zufolge reagiert die Frau extremer: Etwa zweimal so viele Menschen wie der Mann hassen ihren Gegenüber. In 68% der Fälle ist der Ärger auf den eigenen Lebenspartner nach einem Affront gerichtet, in 70% auf seine Herrin. 70 Prozente der Menschen sind auch verärgert über den Liebhaber, 47 Prozente über den untreuen Teilhaber.
40% der Betrügerinnen und 22% der Betrüger wollen den anderen für seine Affäre strafen. 30% der Damen, aber nur 9% der Herren überspringen ihre Zornigkeit. Laut Erhebungen überwiegt bei vielen Verrätern der Missbrauch des Vertrauens. Menschen, die durch zufällige Umstände von der Treulosigkeit ihres Gegenübers erfahren, fühlen sich oft demütigt.
Häufig sind auch Kollegen oder Bekannte am Arbeitsplatz in die Angelegenheit verwickelt, und die betrügerische Person ist oft die letzte, die von der Treulosigkeit mitbekommt. Nach Theratalks Worten reagiert 69% aller männlichen und 81% aller weiblichen Personen überzogen auf das Benehmen des Außenseiters. In den ersten sechs Lebensmonaten nach dem Schwindel suchen 54% der Betrüger und 58% der Betrügerinnen die Tasche ihres Gesprächspartners, bespitzeln ihn oder lasen seine Emails.
Wie geht es nach dem Liebesabenteuer weiter? Selbst wenn Ihre beleidigende Wut alles wissen will, um die Beherrschung zu bewahren oder den Affe zu begreifen, sollten Sie langsamer werden, meint Ulrich Clement in Wenn Liebe fremd geht. Halten Sie Ihren Gesprächspartner auf, wenn er sein Bewusstsein mit einem ausführlichen Geständnis beruhigen will. Wolfgang Krüger schlägt vor, dass Sie besser mit Ihrem Gesprächspartner zusammenarbeiten, um mit der Treulosigkeit fertig zu werden.
Support: In Internet-Foren können Sie sich mit anderen Beteiligten über Ideen und Ratschläge auseinandersetzen. Fachleute raten, die Affäre mit Hilfe von professionellen Pärchentherapeuten durchzuarbeiten - denn oft schaffen es Paare nicht, nach einer Affäre eine objektive Entfernung zur Betrugsszene herzustellen. Viele Leute glauben, dass derjenige, der betrügt, daran ist. Häufig ist der Affront das Ergebnis einer langwierigen, unvorteilhaften Weiterentwicklung oder einer Antwort auf die unlösbaren Problemstellungen innerhalb der Sozietät.
Deshalb empfehlen viele Paare Experten, die Frage der Schuld aus dem Betrug herauszulassen, wenn man betrogen wird. Es ist besser, sich zu fragen, wie es zum Affären kam und welche Rolle es spielt. 82% der verratenen Maenner und 80% der verratenen Frau machen sich also auch Gedanken darueber, wie sie selbst dazu beitrugen, dass es zu diesem Punkt kam.
Verstanden, Prozess, Vergebung? So mancher Betrüger glaubt an seinen Schock, dass er das Recht auf Moral auf seiner eigenen Achse hat - was laut Ulrich Clement die Sache komplizierter macht. Sie macht es schwierig, mit Treulosigkeit umzugehen, unabhängig davon, ob dies zu einer Abspaltung oder zu einem Neubeginn einer Beziehung führen kann. Wer seine Zusammenarbeit nach einem Affront fortsetzen will, kommt an einer Neubewertung nicht vorbei.
Die Untersuchung des Seitensprungs und die Untersuchung der untreuen Motive kann die Angelegenheit nicht rückgängig machen, aber sie kann den Sachverhalt einschränken oder neue Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. 69% aller männlichen und 76% aller weiblichen Personen wollen auch das Verhältnis mit einer Betonung aufrechterhalten. Zuerst einmal ist das die leichteste Lösung: Sie glauben, dass Ihr Gesprächspartner Ihnen die Verantwortung dafür trägt, denn er hat Sie betrogen.
"Ich würde nie eine Affäre verzeihen! Für viele ist Betrug jedoch ein Anlass, sich von ihrem Ehepartner zu verabschieden - denn der Bruch des Vertrauens kann nicht toleriert werden. Betrügt mich mein Gegenüber wieder? Viele Ausländer sind jedoch wiederholt straffällig und schummeln ihren Ehepartner wieder. Bei 49% der Ausländer und 55% der Ausländer ist der jetzige Fall der erste in der aktuellen Sozietät.
Schon einmal hatten 17% aller Menschen ihren Lebensgefährten betrogen, 12% doppelt und 22% gar mehrmalig. Bei 20 Prozentpunkten der Damen war es bereits der zweite, bei 10 Prozentpunkten der dritte Versuch. 15% hatten ihren Ehepartner mehrere Male verraten. Treulosigkeit - eine Möglichkeit zur Zuneigung? Ihre Partnerin hat Sie betrogen - im ersten Moment des Schocks können Sie nicht fassen, dass Treulosigkeit eine Möglichkeit für einen Wiederanfang ist.
Eine Affäre kann natürlich auch eine Partnerschaft beflügeln, sagt Wolfgang Krüger. Forschungen haben gezeigt, dass 15 Prozente der Verhältnisse durch Treulosigkeit besser werden. Bei mehr als 50 % aller Betroffenen dauert es dagegen Monate, bis wieder eine ruhige Atmosphäre einkehrt. Auch in Wenn Liebe fremd geht er, durch Veruntreuung können nicht gesprochene Schwierigkeiten oder verdrängte Auseinandersetzungen aufgedeckt werden.
Schafft es ein Ehepaar, Ungläubigkeit als biographisches Ereignis der Ehe zu erkennen und als Anlass für einen Abschied in eine gemeinschaftliche Existenz zu nutzen, dann kann ein Affäre zeigen, was fehlte und was geändert werden muss, sagt Hans Jellouschek. Man kann durch Treulosigkeit eine emotionale Bestandsaufnahme von sich selbst und seiner Gemeinschaft vornehmen und sie auf eine andere Grundlage setzen oder gar den Begriff der Loyalität umdefinieren.
Wieso kann ich meinem Freund je wieder trauen? Ist es überhaupt möglich, eine Affäre zu vergeben? Die Psychologin meint in The Secret of Fidelity, dass laut Umfrage 80 % der Betrüger gewillt sind, einen Affront zu verzeihen - sofern der Ehepartner versprochen hat, es nie wieder zu tun. Wer das Misstrauen gegenüber seinem Gesprächspartner durch einen Affront erregt, sollte das eigene Misstrauen festigen, wie Julia Onke en in Die Kirche im Nachbars Garden mitteilt.