Beim ersten schweren Anschlag hätten die jungen BVB-Spieler die Führungsrolle übernehmen sollen: Im Elfmeterbereich traf Immanuel Pherai ein Kreuz, Felix Schlüsselburg war für den Kopf ballerfrei - verfehlte aber das Ziel um einen knappen Meter (2.). Die Bayern gewannen dadurch mehr Anteile am Spiel, dominierte, aber die Dortmunders setzten sich immer wieder mit gefährlichen Schüssen auseinander.
So wie in der fünfzehnten Spielminute, als Alaa Bakir den Crosspass zu Youssoufa Moukoko erzielte, der vor dem Ziel (15.) wartete. Der Freistaat wurde noch mächtiger, sprichwörtlich die schwarz-gelben in die Mitte geschnürt. Benedikt Hollandbach brachte die Moderatoren beinahe in die Führungsposition, schlug aber nur den rechten Beitrag von halb rechts (20.).
Doch als sie sich einmal frei machen konnten, schlug die Dortmunders eisig zu: Emir Terzi siegte in der gegenüberliegenden Halbzeit und traf den Kugel auf Pherai kräftig. Er rannte auf der rechten Flanke weg und stieß den Pass aus einem spitzen Blickwinkel an dem ausgetretenen Bayern-Torhüter Jakob Mayer vorbeigezogen auf 1:0 für den BVB ins Ziel (22.).
Allerdings dauerte die Leitung nicht lange: Die Bayern kreuzten sich nach links, der Kugel landet endlich in der Mitte mit Joshua Zirkzee, der aus 15 Meter Tiefe (27.) ausführte. Aber Yannick Brugger schlug erst nach einer Ecke pro Nase die Querlatte (33.).
Also ging es mit einem 1:1 in die Pause - und kaum war es vorbei, schafften die Dortmunders ein wahres Traumziel: Male Wengerowski gab den Bal von links und Pherai schlug ihn auf die erneuerte Dortmundführung ins Ziel (42.). Der Freistaat Bayern war nun viel mächtiger und drückte den BVB weit in die Mitte.
Das Dortmund-Team versuchte es mit Langbällen, aber sie stellten keine Bedrohung dar - auch weil Moukoko weitestgehend eliminiert worden war. Minuten: Pherai betrat den Strafrechtsraum und klemmte sich an Torwart Mayer, aber Moukoko schob den Pass über die Ziellinie zu seinem vierzigsten Tor der Saison.
Immer wieder brodelten die Gefühle, die Münchner drangen auf den Equalizer - aber in der Verletzungszeit verlor Hawkins komplett frei stehend aus nächster Nähe mit dem Ski.