Seit jeher war die Position der Frauen entlang der gesamten Historie den Menschen untergeordnet, obwohl es in vielen Bereichen bekannte Ausnahmesituationen gab, die die grössten Männer dieser Zeit übernahmen und in vielerlei Hinsicht überstiegen. Rumänien bildet hier keine Ausnahme. Nein. Allerdings sind Frauen hier etwas stärker als in vielen anderen Staaten diskriminiert.
Zum besseren Verständnis der Situation der Frauen in Rumänien muss man sich zunächst die Struktur der Rumänen vor und nach der Jahrtausendwende 1989 ansehen. Rumänien war vor 1989 ein Staat, der unter der Kommunismusdiktatur schwer getroffen wurde. Viele Menschen hatten große Angst vor dem System und trauten sich nicht, sich gegen ihn auszusprechen.
Damals war der Stellenwert der Frauen dem der Männer gleich. In der Realität musste eine Dame viel mehr tun. Darunter auch Frauen, von denen eine in der römischen Vergangenheit besonders prominent war: Elisabeta Rosa, eine echte Heroine des Rumänenvolkes, die das von Uderzo und Goscigny geschilderte kleine gallische Dorf in Rumänien verwirklichte.
Die frühere Staatssicherheit, der fürchterliche Secret Service von Ceausescu (rumänischer Regimentsdiktator, der 1989 stürzte und exekutiert wurde), hatte zehn Jahre benötigt, um das kleine Dörfchen Nucsoara (Nukschoara) zu bezwingen. Dabei haben Elisabeta und einige andere Frauen eine wichtige Funktion bei der Förderung der Freiheitskämpferinnen übernommen. Zahlreiche dieser Frauen wurden von den kommunistischen Machthabern getötet. Sie selbst wurde zum Tod bestraft, aber letztendlich zu 25 Jahren Freiheitsstrafe und vorzeitiger Entlassung aus dem Strafvollzug gezwungen.
Im Jahr 2003 verstarb sie, und jetzt will die Zeitschrift Academia Catavencu, einer der bedeutendsten Meinungsführer in Rumänien, ein Monument zu ihren Gunsten aufstellen. Es muss in Hochkommata geschrieben werden, da viele rumänische Bürger glauben, dass der Monat 1989 mehr wie ein Coup d'état war. Durch diese neue Befreiung hat sich der gesellschaftliche Stellenwert und damit die Position der Frauen drastisch verändert.
Das Vermächtnis des Sozialismus kam nur allzu klar ans Licht, und die Situation verschlimmerte sich so sehr, dass sich viele Menschen nach der Rückkehr der kommunistischen Ära sehnten. Heutige Frauen haben es nicht leicht. Häufig wird bei der Wahl der besten Kandidaten zunächst eine Dame vorgezogen, aber eine frühere Mitarbeiterin sagte mir, dass sie ganz andere Leistungen erbringen müsse, nur damit sie später herausfinden würde, dass sie es muss.
Frauen trauen sich heute kaum noch, etwas gegen die Unrechte der Menschen zu tun. Du musst nicht weit gehen, um so leise leidende Frauen zu treffen. Die Nachbarin ist mit einem Mann vermählt, der sie psychologisch angegriffen hat. Auch zwei weitere Nachbarn haben Schwierigkeiten mit ihren Ehemännern.
Ständig schreit er sie an, die Dame kann nichts richtig machen. Auch eine weitere Freundin aus Bistritz, einer Kleinstadt im nördlichen Teil Rumäniens, hatte mit ihrem Mann Schwierigkeiten. Wie so oft hat auch hier der Alkoholiker das Schlechteste in ihm hervorgebracht, und er hat seine Ehefrau oft geschlagen. Auch in Rumänien sind die Frauen, wie in vielen anderen Staaten und verschärft durch die wirtschaftliche Härte, anfällig für Erpressung durch ihre eigenen Frauen und erleiden die alltägliche Gewalttätigkeit ihrer eigenen Leute still.
Doch eines ist klar: Die Frauen in Rumänien müssen sich zuerst selbst bedienen. Kein Weib ist es wert, verprügelt zu werden. Die Frauen in Spanien haben ihre Ängste endlich ausgeräumt und fordern nun einen gemeinsamen Krieg gegen die brutalen M?nner. Dies ist eine Einstellungsfrage, denn Frauen müssen sich ihrer Rechte bewusst sein.
Außerdem sollte keine der Frauen ihr Sozialleben für die Ideen eines Wahnsinnigen aufgeben. Allerdings ist Haushaltsgewalt nur eines der vielen Problem, mit denen rumänische Frauen zu kämpfen haben. Beginnend mit den meisten Hausarbeiten und der Kindererziehung, vom Einkauf für den Hausstand bis zur Vermittlerrolle in vielen Auseinandersetzungen zwischen dem Familienvater und den Kleinen, sind Frauen vor allem für das Alltagsleben, die Familien- und Sozialfragen "verantwortlich".
Es ist äußerst merkwürdig, dass Frauen in diesem Land in zunehmendem Maße in die politische Arbeit einbezogen werden. Die viersprachige Künstlerin ist eine der bedeutendsten und wertvollsten Personen des Bürgertums in Rumänien. Selbst wenn dies dem Außenseiter wenig scheint, ist es ein bedeutender Fortschritt zur Normierung der Gesellschaften, in denen sowohl Frauen als auch Männern eine eigene Meinung haben.
Außerdem kandidiert sie als Bürgermeisterin in Bukarest, der rumänischen Landeshauptstadt, und belegt mit zwei Prozentpunkten den vierten Rang. Zu einer Zeit, in der die Menschen übervorteilt werden, kann die rumänische Bevölkerung nur weiter vorankommen und die Lage der Frauen in Rumänien und anderswo kann sich ausgleichen.