In der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina werden bedeutende soziale Fragen der Zukunft aus naturwissenschaftlicher Perspektive, unabhÃ?ngig von wirtschaftlichen oder politischem Interesse, behandelt, die Erfolge an Wirtschaft und Gesellschaft kommuniziert und im nationalen und internationalen Rahmen dargestellt. Die Leopoldina ist mit über 1.500 Mitglieder in mehr als 30 Staaten die mit Abstand größte Mitgliederakademie in Deutschland.
Jetzt ist auch der Strukturobiologe Michael Sattler wegen seiner herausragenden naturwissenschaftlichen Leistung in diesen Zirkel eingetreten. "â??Es ist mir eine groÃ?e Auszeichnung und VergnÃ?gen, jetzt Teil dieser Academy zu seinâ??, sagte Sattler, dessen Laufbahn an der Uni Frankfurt begonnen hat. Sattler ist seit 2007 Leiter des Instituts für Strukturelle Biologie am Helmholtz Center München und seit 2007 Inhaber einer Professur für Biomolekulare MR-Spektroskopie an der München.
In einem jüngst in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlichten Beitrag zeigten Sattler und sein Forschungsteam, wie das funktionieren kann: Mit modernsten strukturbiologischen Methoden fanden die Forscher eine Molekülferse im Schlafkrankheitserreger. "Der Eintritt in die Leopoldina ist ein fantastisches Netz exzellenter Forscher. Mit diesen hervorragenden Kolleginnen und Kollegen möchte ich den Dialog für Forschungsgespräche, neue Projektinitiativen und Wissenschaftsförderung nutzen", sagte Sattler mit Blick nach vorne.
Auf Empfehlung der Akademiemitglieder werden die Wissenschafter der Leopoldina vom Präsidentenpräsidium in einem Mehrstufenverfahren in die Academy einberufen. Mit der Entwicklung einer personalisierten Arznei zur Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung von weit verbreiteten Krankheiten wie Zuckerkrankheit, Allergie und Lungenerkrankung hat sich das Helmholtz Centrum München als Bundesforschungsinstitut für Umweltgesundheit zum Ziele gesetzt.
Die Helmholtz-Zentrale München ist mit rund 2.300 Menschen ein Teil der Gemeinschaft, die 18 wissenschaftliche, technisch-medizinische und medizinisch-biologische Forschungseinrichtungen mit rund 37.000 Arbeitnehmern umfasst. Die Abteilung für Strukturelle Biologie (STB) untersucht die räumliche Beschaffenheit von biologischen Makromolekülen, untersucht deren Aufbau und Wirkungsweise und entwickelt dafür NMR-Spektroskopieverfahren. Mit rund 550 Hochschullehrern, rund 40.000 Studenten und rund 100.000 Arbeitnehmern ist die TUM München eine der forschungsstärksten Fachhochschulen in Europa.
Sie profitieren dabei von leistungsstarken Kooperationspartnern aus Industrie und Wissen.