Seiten wie Tinder

Webseiten wie Tinder

Mit Tinder klicken Sie sich in wenigen Minuten durch Dutzende von Partnern. Flirt-Applikationen als Daten-Oktopus: 800 Seiten Tinder-Daten Good Data, Bad Date, zahllose Versuche und viele, viele Datenspuren: Ein Guardian Journalist forderte die über sie gespeicherten Benutzerdaten von der Partnersucheplattform Tinder an - und empfing 1700 Tinder-Nachrichten, eine Gesamtzahl von 800 Seiten an Information und ein recht detailgetreues, ungeschöntes Selbstporträt, das ihr Angst machte. "In den 1700 Nachrichten, die ich seit 2013 gesendet habe, habe ich eine Reise zu meinen Hoffnungen, Ängsten, sexuellen Vorlieben und tiefsten Geheimnissen unternommen.

Zunder kennt mich so gut." Die Datenflut betraf nicht nur ihr Nutzungsverhalten bei Tinder, sondern offenbarte auch, welche Seiten sie auf der Website angeklickt hatte, ihre Ausbildung, Instagram-Fotos und vieles mehr. Die EU-Datenschutzrichtlinie gibt jedem das Recht, seine bei Firmen gespeicherte digitale Information zu verlangen - aber nur wenige Benutzer nutzen sie.

Mit dem Guardian Experience Report wird gezeigt, warum es eine gute Lehre sein kann, Ihre persönlichen Angaben abzufragen und zu überprüfen, was die digitalen Unternehmen über Sie wissen und was sie aufbewahren.

Ein 800-seitiger Datenbestand von Tinder

Seit fast vier Jahren verwendet Judith Duportail die Dating-App Tinder. Jetzt hat sie das Untenehmen nach den über sie gespeicherten Informationen befragt. Im Anschluss an die Anforderung entstanden 800 Seiten mit personenbezogenen Angaben. Dazu gehörten Facebook likes, Bilder aus ihrem inzwischen gestrichenen Instagram-Account, das Alters-Profil der interessierten Herren und natürlich die Chatdaten mit den Leuten.

Wir können keine Dateien spüren. Dagegen berührt der Druck der 800 Seiten, die Vergegenwärtigung der Informationen.

Dating Portal hat 800 Seiten mit intimen Geheimnissen über Journalisten gesammelt: Tinder weiß alles über uns.

Die Tatsache, dass Firmen unsere Informationen erheben, kann niemanden mehr schockieren, der in den Social Media zu Hause ist. Besonders fleißig ist die populäre Dating-App Tinder mit mehr als 50 Mio. Usern auf der ganzen Welt bei der Datenerfassung. Schockiert hat die Französin Judith Duportail, die seit 2013 Tinder stark im Einsatz hat. Von beruflichem Interesse aus verlangte sie im MÃ??rz, alle von Tinder gesammelten Informationen Ã?ber sie zu haben.

Die Folge: Doppelschweif erhielt ein 800-seitiges Papier über intime Secrets. Auf 800 Seiten sind nicht nur harmlose Informationen über die Redakteurin enthalten, wie z.B. Musikgeschmack, Facebook-Freunde oder Bilder von Instagram - obwohl sie den entsprechenden Account bereits gestrichen hatte. Zunder hat auch jedes einzelne Gespräch gesammelt und weiß, wo und wann Doppelschweif mit welchen Herren kommuniziert hat.

Das Programm weiß, wie jung die Herren sind, die es bevorzug. Ich weiß, wie oft sie "like" auf weiße, schwarze oder asiatische MÃ??nner drang. Wissen Sie, wie lange die Herren auf ihrem Konto sind. Sie weiß, dass sie an Silvester mit 16 Mann zur gleichen Zeit geflirtet hat und sich dann niemandem gemeldet hat.

Aber warum benötigt Tinder all diese Informationen? "Um die Erfahrung für jeden individuellen Benutzer zu personalisieren", erläutert ein Pressesprecher der Zeit. Der Tinder will den Service so optimieren, dass sich die am besten geeigneten Benutzer untereinander wiederfinden. Aber vor allem aber profitieren die Firmen von den Zahlen. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad eines Benutzers kann die Personalisierung der Werbebotschaft umso besser erfolgen.

Dumm erst, wenn auf einmal alle "privaten" Dateien durch einen Cyberangriff ausfallen.