Anwendungen wie Tinder machen die Verabredung zu einem Wipe-and-Go-Erlebnis. Gewischt und gegangen, trifft das Mantren der unbeholfenen annoncierenden Familien während einiger Zeit jetzt auch in der Welt von online datieren zu. Dieses ist die Störung von Tinder, die datinge Anwendung, die Entscheidung widerstandsfähige Stadtbewohner auf dem Seitensprung unterstützt. Anstelle von beschämend aufgemotzten Profilbildern sehen Tinder-Nutzer nur einen ungefähren Ort, eine Kurzbeschreibung und einige Fotos von potentiellen Partnern.
Danach wird gewischt: Ein Wischen nach der linken Seite und das Profile kommt nie wieder mit Ihnen in Kontakt. Einmal nach links wischen und Sie können hoffen: Wenn der Ausgewählte auch nach rechter Hand abwischt, ist ein Chat möglich. Schätzungsweise 1,5 Mrd. Zunderprofile werden täglich auf der ganzen Welt ausgelöscht, so dass 21 Mio. Streichhölzer dabei sind.
Für manche mag die Verkleinerung der liebenden Menschen der letzte Sturz der romantischen Welt sein, der zweite Teil der " Anwendung " des Miteinanders. Auch das Zunderprinzip ist für andere noch viel zu aufwendig. Deshalb versuchen Entwickler und Entwickler, ihre eigenen Spiele zu optimieren - oder ganz nebenbei auch noch Spass mit ihnen zu haben.
Das " Zunderhacken " ist so einfach wie ein besoffener Rowdy auf einer Party. Für Tinder bedeutet das: "Wenn man viel nach links abwischt und damit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, steigert man natürlich die Torchancen. Insbesondere bei Männern ist der Unterschied größer: Sie reiben im Durchschnitt drei Mal so oft nach links wie bei anderen.
Da das ganze Wischen einmal auf die Hände fällt, haben sich einige Tinder-Anwender etwas einfallen lassen. Im vergangenen Jahr fand der ehemalige Microsoft-Entwickler Yuri de Souza einen Weg, Zunderprofile automatisiert zu vergleichen, d.h. den richtigen Wischvorgang zu starten. Zu diesem Zweck wurde der Verkehr zwischen der Anwendung und den Server aufgefangen und ausgewertet.
Programmer Venkatesh Nandakumar ist es auch mit Hilfe des so genannten Revers Engineering möglich, das Wirkprinzip der Tinder-App zu durchbrechen. A propos Finger: Wenn man nicht alles selber machen kann, aber gut kunsthandwerklich arbeiten kann, kann man auch das physikalische Abwischen nachahmen, wie der Australier Tully Arnot mit seiner Einsamen Skulptur. Aber ob dies potenzielle Partner erreicht, ist fraglich: Wer will schon einen Mann, der nicht einmal richtig abputzen kann?
Deshalb will sich der Kanadier Justin Long nicht einmal auf diese Form des Spamming konzentrieren. Die Zunderbüchse kann nicht nur unverblümt nach vorne, sondern auch nach hinten abstreifen. Mit Tinders API kann Long die grundlegenden Funktionen der Anwendung auf seinem eigenen Rechner und damit im Webbrowser nachbilden. Danach wertet ein Roboter jedes der vorgeschlagenen Benutzerprofile aus.
Lange mussten etwa 60 Seiten bewertet werden, um dem Roboter genug Information zu geben, um unabhängig voneinander zu wischen. Long's Zunderbüchse hat ein integriertes Messaging-System, das die ersten unangenehmen Gespräche in der Rubrik "Hallo, wie geht es Ihnen? Eine von der Stanford University entwickelte Sprachsoftware nimmt Kontakt zu den gewählten Spielen auf und prüft, ob die Antwort gut oder schlecht ist.