Bis 2030 will die EU ihre Treibhausgasemissionen um "mindestens 40 Prozent" gegenüber dem Stand von 1990 reduzieren. Dies geschah im Zusammenhang mit der Blockverpflichtung im Zuge des Klimaabkommens von Paris, die Erderwärmung auf "deutlich unter 2°C" zu drosseln. Das in diesem Monat ausgehandelte Ziel für die Bereiche Energie, Effizienz und Governance ging über die ursprünglich von der Europäischen Kommission vorgelegten Empfehlungen hinaus.
Dies scheint dazu geführt zu haben, dass die Pariser Zielsetzungen der EU erhöht wurden. "Die beiden neuen Zielvorgaben würden de facto dazu führen, dass die EU in der Position ist, die ehrgeizigen Zielsetzungen der NDC[die auf nationaler Ebene festgesetzten CO2-Einsparungsbeiträge ] zu steigern und ihr Emissionsminderungsziel von heute 40 auf knapp über 45 % bis 2030 anzuheben", sagte der Ministerialbeamte auf der Ministertagung in Spanien.
Bei einer formellen Erhöhung dieses Zieles müsste jedoch auch die Zustimmung des Europarates einholen. Mit den neuen Übereinkünften zu drei wichtigen EU-Richtlinien und -Vorschriften des "Clean Energy Package" von 2016 kann nun mit den Arbeiten an einem lang erwarteten Zeitplan für eine CO2-arme Volkswirtschaft bis 2050 begonnen werden.
Europa will aber kein Einzelkämpfer für das Weltklima sein: Auf dem Treffen der Minister bestätigte er, dass die EU "die in Paris gesetzten Zielvorgaben nicht allein vertreten und durchsetzen kann", da der Klub für weniger als zehn Prozentpunkte der globalen Emission von Treibhausgasen aufkommt. Doch Brüssel will seine führende Rolle im Bereich des Klimaschutzes weiter ausdehnen, zumal die US-Regierung unter Donald Trump im vergangenen Jahr ankündigte, dass sich die USA so bald wie möglich aus dem Vertrag von Paris austreten werden.
Das Europäische Parlament verabschiedete am vergangenen Donnerstag einen entsprechenden Beschluss, wonach es notwendig ist, dafür zu sorgen, dass der Klub mit "einer Stimme" in Bezug auf die Klimaerwärmung und andere Klimaprobleme auftritt. Wie Herr Coñetes sagte, erklärten sich die Abgeordneten auch bereit, die einzelstaatlichen Beitragszahlungen der EU zum Übereinkommen von Paris zu verstärken.
Das Europaparlament fordert den EAD und die Landeshauptstädte auf, dafür zu Sorge zu tragen, dass jede Kooperation mit Drittstaaten mit den in Paris eingegangenen Zusagen "voll kompatibel" ist.