Süddeutsche Partnersuche

Die süddeutsche Datierung

Online Dating: Partner außerhalb der eigenen Bundesliga finden - Wissen Sucher in den on-line-datingaufstellungsorten ziehen es vor, zu den Leuten zu schreiben, die 25 Prozente mehr attraktiv als selbst sind. Der gemessene Wert für die Anziehungskraft der Nutzer in dieser Untersuchung war unter anderem die Zahl der Meldungen, die eine Person auf einer Werbeanzeige erhalten hat. Einer von sechs deutschen Internetnutzern ab 14 Jahren sucht über Online-Datingportale oder zugehörige Anwendungen einen Ansprechpartner.

In der Online-Dating, die meisten Menschen sind auf der Suche nach Partnern, die mehr attraktiv sind als sich selbst. Entsprechend der Untersuchung schreibt Mann und Frau zu anderen, die auf durchschnittlich 25 Prozente mehr attraktiv als selbst im on-line-datingprozeß sind. Jeder sechste Internet-Nutzer ab 14 Jahren hat in Deutschland bereits über Online-Dating-Portale oder zugehörige Anwendungen nach einem Review der Privaten Universität Wien gesucht.

Der Beliebtheitsgrad dieser Form der Datierung ist von der Ausbildung oder dem Verdienst abhängig. Soziologe Elizabeth Bruch und die Physikerin Mark Newman von der University of Michigan haben die Strategie der heterosexuellen Menschen bei der Online-Datierung für diese neue Untersuchung erforscht. Dazu wurde die Anziehungskraft der Nutzer eines Online-Netzes aus New York, Boston, Chicago und Seattle nach einem speziellen Evaluierungsmechanismus klassifiziert.

Grundlage war die Zahl der Botschaften, die eine Person auf einer Werbeanzeige erhalten hat, und die Anziehungskraft der Personen, die ihnen Botschaften geschrieben haben. "Wer von jemandem angesprochen wird, der gut aussieht, ist wahrscheinlich selbst besser dran", erklären die Autorinnen. "Statt sich auf Einschätzungen zu stützen, um festzustellen, was Menschen anzieht, können wir mit diesem Konzept die Anziehungskraft daran ablesen, wer von wem die meiste Beachtung findet", erläutert Newman in einem Statement der Hochschule.

Dieser Ansatz ist der erste seiner Art, unterstreichen die Autorinnen und Autoren und teilen die Meinung der Diplompsychologin Christiane Eichenberg von der Privaten Universität Wien-Freud. Eichenberg sieht in der Auswahl eines attraktiven Partner für die Partnersuche die Vorteile des Internets: "Anscheinend sind die Sucher weniger schüchtern, da der Verstoß gegen eine mögliche Onlineverweigerung weniger durchgreifend ist als in einer Face-to-Face-Situation.

Online Dating gibt das gute Gefuehl, staendig neue Bekanntschaften knuepfen zu koennen, sagt Eichenberg. Weil Menschen, die bereit sind, sich im Netzwerk zu vernetzen, laut der Untersuchung viele und mehr Botschaften an Menschen "außerhalb ihrer Liga" schicken, sind die Botschaften oft ungeantwortet geblieben. "Dies ist eine verbreitete Beanstandung von Nutzern von Online-Dating-Sites", sagt der Soziologe Bruchs. "Aber obwohl die Antwortquote gering ist, zeigen unsere Analysen, dass 21% der Menschen mit solch ehrgeizigem Benehmen eine Reaktion von einer attraktiveren Person erhalten.

Und Christiane Eichenberg ergänzt: "Erfolg mit einem attraktiveren Lebenspartner würde eine Stärkung des eigenen Selbst sein. Wesentlich bedeutsamer ist jedoch die Fragestellung, ob dies überhaupt zu einer Partnerschaft führen würde und wie nachhaltig diese ist. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung würden aber nicht nur die gängigen Clichés belegen, so die Verfasser.

"Wer für wen interessant ist, ist sehr heterogen", unterstreicht Bruchs. "Jedoch kann es durchaus sein, dass es Marktnischen gibt, in denen diese Rankings nicht zutreffen und in denen Menschen, die nicht so hoch sind, immer noch ein "großes und erfüllendes Dating-Leben" haben, sagt Bruce.

Darüber hinaus ist das in der Untersuchung ermittelte Attraktivitätsniveau nur in der ersten Stufe der Partnerschaftswerbung von Bedeutung. Auch der Psychologe Eichenberg hebt dies hervor: Sich "von aussen" beim Onlinedating kennen lernen. "Beim ersten Zusammentreffen kommen diese äußeren Erscheinungen jedoch wieder ins Spiel und dann stellt sich die Frage, ob die im Internet etablierte Verbindung bereits so intensiv ist, dass ihre visuelle Anziehungskraft nicht mehr so ausschlaggebend ist", sagt Eichenberg.

Darüber hinaus sind die Begriffe von Partnerschaft in hohem Maße kulturell bedingt. Zum Beispiel wäre zu prüfen, ob die Resultate von Bruchs und Newmans nach Deutschland übertragen werden können und ob sie in unterschiedlichen Altersklassen abweichen. Es bleibt auch fragwürdig, in welchem Ausmaß das Benehmen der Menschen, die auf dem Lande und nicht in der Großstadt wohnen, mit den Ergebnissen der Online-Datierung vereinbar wäre.