Ehefrau kann den Ehebruch nicht Verzeihen

Frau kann Ehebruch nicht verzeihen.

Manche wollen ihrem Partner vergeben, können es aber nicht. Sie stellen sich immer wieder ihren Partner mit der anderen Frau oder dem anderen Mann vor. Laut Clement kann ein Seitensprung auch eine Beziehung beleben. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass der Seitensprung nicht vergeben wird.

Untreue

Es gibt kaum etwas, das eine Partnerschaft so sehr durcheinander bringt wie eine Affäre. Verstößt ein Ehepartner durch Treulosigkeit gegen diese Basis, wird beinahe immer eine spürbare Krisensituation auslöst. Alle, die sich für ein Zusammenbleiben entschließen, haben eine sehr schmerzliche Zeit mit vielen verletzenden Empfindungen, Wut, Angst und Hoffnungslosigkeit - und das trifft auf beide zu!

Für die meisten Menschen hält diese Zeit der Klage um das vernichtete und schmerzhafte Wiederaufbauen nicht nur ein paar wenige Stunden oder gar zwei Jahre. Eine Affäre kann nicht nur in Vergessenheit geraten, sondern es kann auch erfolgreich sein, dem anderen zu vergeben. Viele Erhebungen und Kennzahlen zum Stichwort "Seitensprung" sind so verschieden, dass sie kaum sachlich interpretiert werden können.

Doch was auch immer wahr ist, es nützt nichts, wenn sie lernen, dass sie nicht die alleinigen "Opfer" und "Täter" sind und sich in "guter" Gemeinschaft mit vielen prominenten Paaren aufhalten. Die Problematik fängt schon bei der Begriffsbestimmung "Untreue" an, die von der Person des Individuums abhängig ist, aber auch von der Kultur mitbestimmt wird.

In unserer Unternehmenskultur gibt es eindeutige Regelungen für den Kontakt mit Menschen des anderen Geschlechtes außerhalb unserer eigenen Beziehungen - und doch verwischen diese immer mehr. In der Psychologie wird gerne der Ausdruck "unangemessene Freundschaft" verwendet, die sich rasch zu einer vollwertigen Angelegenheit auswachsen kann.

Zwar gibt es auch ganz "normale" Beziehungen zwischen Mann und Frau, doch laufen diese nicht im Verborgenen und oft sind die gemeinsamen Hobbies und Belange die Basis. Vor einer Affäre haben viele Menschen gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Partnerin hat sich zwar geändert - aber zunächst einmal finden sie viele Gründe und Ausreden dafür und unterdrücken die Idee, dass die andere Person unfair sein könnte.

Es ist deshalb immer ein Schlag, wenn man merkt, dass man getäuscht wurde: weil man klare Anhaltspunkte hat, weil man von Dritten informiert wurde oder weil sein Gesprächspartner "gestanden" hat. Beide sind angesichts des seelischen Ausnahmezustandes nachvollziehbar. Bei einem solchen Chaos von Emotionen trifft jeder unüberlegte Beschlüsse, die man später bedauert und vielleicht nicht mehr so leicht umkehren kann.

Ob die Verbindung noch eine Möglichkeit hat, kann erst viel später verlässlich beantwortet werden. Und er will alles über die Sache und die dritte Frau erfährt. Es ist dann die schwere Pflicht der Illoyalität, alle offenen und ehrlichen Antworten zu geben und nichts zu trivialisieren oder zu mildern.

Dies ist oft nicht einfach, denn Sie wollen Ihrem Gesprächspartner nicht noch mehr wehtun, Sie haben ohnehin schon ein schuldiges Bewusstsein und ziehen es daher vor, die Information zurückzuhalten - auch aus Furcht vor weiteren gewalttätigen Emotionen. Doch der Betrüger wird bald das Gefühl haben, dass er die ganze Realität nicht kennt und noch mehr ausspionieren oder untersuchen wird.

Der damit verbundene Bildgedanke verursacht bei dem Betrüger oft Empörung und Abneigung, verletzt aber auch die eigene Vertrautheit der Ungläubigen und der dritten Personen. Auch viele Betrüger fangen an, die dritte Partei für die Treulosigkeit ihres Ehepartners zu beschuldigen (er/sie hat meinen Ehepartner verführt) und sie mit wilden Beleidigungen zu beleidigen.

In der Regel kommt es nur dazu, dass die Ungläubigkeit die betreffende Persönlichkeit schützt, was der Betrüger nicht versteht und auf die er noch beleidigter reagieren kann. Außerdem ist es nicht hilfreich, wenn das Ehepaar außerhalb seiner Beziehungen nach Schulden sucht. Tatsächlich erhebt sich die Frage, warum es einer dritten Persönlichkeit gelingt, in die Partnerschaft einzudringen.

Einige der Betroffenen bemühen sich auch, die dritte Kontaktperson zu kontaktieren, eventuell sogar selbst kennenzulernen. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass die andere Seite jung, attraktiv, reicher, klüger, souveräner oder erfolgreich ist - was machen Sie mit diesen Einsichten? Können Sie sich verjüngen oder professionell sein?

Vielmehr nicht - deshalb ist es besser, keine direkten Gegenüberstellungen vorzunehmen und sich der eigenen Eigenschaften, Kräfte und Fertigkeiten bewußt zu sein. Häufig ist die dritte nicht " besser ", sondern nur anders als man selbst und " anders ". Es ist auch in dieser Zeit ganz selbstverständlich, dass der Betrüger seinen Gesprächspartner mehr unter Kontrolle hat, denn er will wissen, ob die Sache wirklich vorbei ist.

Sie können Ihren Tanzpartner nicht rund um die Uhr unter Kontrolle haben - Sie müssten ihn zu Hause inhaftieren. Die Überwachung des Mobiltelefons zum Beispiel hilft nicht viel - er könnte ein zweites gekauft haben. Ein untreuer Ehepartner kann jedoch viel tun, um es dem anderen zu erleichtern.

Sie kann sich an die aktuellen seelischen Anforderungen ihres Gesprächspartners gewöhnen, auch wenn dies für sie mit bestimmten Grenzen einhergeht. Die beiden können gewisse Abkommen schließen, an die sich die Treulosigkeit für eine gewisse Zeit binden sollte: er ist zu jeder Zeit per Telefon zu erreichen, kommt sofort nach der Arbeitszeit nach hause, ist termingerecht, verlässt die Kneipentour am Freitagabend mit seinem besten Bekannten, läßt sein Mobiltelefon offen, gibt Einsicht in seine E-Mails, berichtet von sich selbst, was er heute erfährt, oder wen er kennengelernt hat, etc.

Dies bietet der anderen Person keine absoluten Sicherheiten, zeigt aber, dass der Zusammenhang momentan Vorrang hat. Allerdings sollten diese Massnahmen einen bestimmten Zeitraum nicht überschreiten: Jeder "Täter" hat einmal seiner Verantwortung gedient und wieder ein Recht auf seine eigene Intimsphäre und auf die Befriedigung seiner eigenen Nöte.

Die beiden Parteien sollten sich auch darüber einigen, ob und wem sie ihr volles Vertrauen aussprechen. Jeder hat natürlich das Verlangen, mit einem Bekannten zu sprechen und hat auch das Recht, sich trösten zu lassen - aber man sollte nicht wirklich mit einer Angelegenheit "in den Eimer treten". Selbst wenn es sich am Anfang gut anhört, besonders für die betrogene Person, allen Leuten in der Gegend zu sagen, was für ein Tier Ihr Gegenüber ist.

Die Beratung durch Freunde ist oft gutgemeint, aber kaum sachlich und deshalb oft ganz schlicht unwahr! Besonders die Erziehungsberechtigten sollten nichts von einem Affäre wissen. Wenn man sich wieder mit seinem Lebensgefährten versöhnen würde, würde dieses Wissen für immer einen Keiler in die Gastfamilie treiben, - denn da verzeihen uns nicht nur die Untreue und er steht dann bei jeder Familienfeier als "Täter" da, was sicher zu keiner erfreulichen Stimmung beitrug.

Unter keinen Umständen sollte die verratene Person sie als Hebel nutzen und gegen die Untreue aufstacheln. Es muss und darf erlebt werden, dass sich die Erziehungsberechtigten auseinander setzen - aber die Ursachen dafür müssen sie nicht kennen! Um überhaupt eine wirkliche Möglichkeit für die Zusammenarbeit zu haben, muss die Sache vorbei sein.

Jede Untreue, die nicht entscheidet, wird letztendlich von der Entscheidungsfindung befreit - durch seinen Ehepartner und/oder die dritte Partei. Wer getäuscht wird, hat das Recht, seinem Gesprächspartner eine Deadline für die Beendigung seiner Angelegenheit zu geben, um eine eigene Zukunftsentscheidung zu fällen.

Dreiecke gehen kaum gut und der Sieger und die Loser sind sich in der Regel schon von Anfang an sicher: Die Treulosigkeit muss sich nicht festlegen, muss aber auch nicht auf nichts und niemanden mehr verzichten. Die verratene und die dritte Personen sind jedoch immer in einem Wettbewerb und müssen alles, was ihnen wichtig ist, unbeabsichtigt weitergeben.

Nur wenn klar ist, welchen Beitrag beide zum Gelingen geleistet haben, erhält die Partnerschaft wieder eine feste Grundlage, die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit unerlässlich ist. Paartherapeutinnen wissen eine Formel dafür: In der Geschichte jeder Angelegenheit gibt es immer gewisse Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen, die zum Auslösefaktor werden. Sie können innerhalb der Partnerschaft sein, wie z.B. die Midlife-Crisis eines Lebenspartners, die Entbindung eines Babys oder vielleicht einer von ihnen erhält zu wenig Anklang.

Sie kann aber auch durch etwas ausgelöst werden, das von aussen kommt und zu Problemen in der Partnerschaft führt, wie z. B. Erwerbslosigkeit, Finanzsorgen etc. Ausschlaggebend ist oft nicht, dass es zu Problemen und Konflikten kommt, sondern dass das Ehepaar nicht richtig darüber spricht und keine Lösung hat.

Die grösste Besonderheit ist der "Slip", bei dem ein Ehepartner z. B. im alkoholischen Staat abtritt. Pärchentherapeuten sind sich einig: Da die Treulosigkeit in diesem Falle in der Regel keine tiefen Empfindungen für die dritte Persönlichkeit hat, ist es oft besser, eine solche Affäre nicht zu gestehen.

Die Treulosigkeit muss allein mit seiner Schuld fertig werden. Es ist etwas anderes, wenn es kein One-Night-Stand ist, sondern eine Angelegenheit. Dabei wissen beide Seiten schon seit geraumer Zeit, dass sie untereinander Schwierigkeiten haben, aber nicht darüber sprechen können oder wollen. Manchmal ist es auch so, dass ein Teilhaber, der die Unbefriedigung, die er mit sich selbst empfindet, mit dem anderen teilt - aber nicht darauf eingeht, nicht mit ihm redet und sich auszieht.

Der Vorfall, der sich aus einer solchen Lage ergeben kann, ist als eine Form von "Hilferuf" zu verstehen und als ein erfolgloser Anlauf, die Aufmerksamkeit seines Partners zu erregen. Der eine hat kaum noch Zeit für den anderen, weil er zu viel Arbeit hat, sich zu sehr um seine eigenen Hobbies sorgt oder seine freie Zeit lieber mit seinen Freundinnen ausfüllt.

Die andere Person ist unbeliebt, allein und verwahrlost und wird dadurch für eine Angelegenheit empfänglich. Seit Jahren ist das Ehepaar abgetrennt, nur die gemeinsamen Pflichten und Pflichten oder die finanziellen Ursachen haben bisher eine Trennung ausgeschlossen. Die beiden haben ihre Beziehungen schon lange aufgeben und sind seit langem intern getrenn.

Der Vorfall ist dann nur der Grund für die endgültige Abspaltung. Es sind die üblichen Versuchskaninchen, die stets den Nervenkitzel des Neuen und Verbots und vor allem die Geheimniskrämerei einer Angelegenheit anstreben. Für sie hat eine Angelegenheit nur eine gewisse Aufgabe und hat wenig mit dem Gefühl für andere Menschen zu tun.

Vielen Paaren gelingt es, eine Angelegenheit zu managen, "indem sie viel darüber reden, die Gründe und Gründe dafür identifizieren, ihre eigenen Aufgaben und Zuständigkeiten wahrnehmen und dann die notwendigen Änderungen vornehmen. Die anderen sind einfach überwältigt und sollten keine Angst haben, sich bei der Problemlösung professionell zu helfen.

Ein Paartherapeut hat nicht die Pflicht, einen Ehepartner zu beschuldigen oder zuzustimmen, sondern den Austausch zwischen den beiden zu mäßigen - denn gerade das ist es, was viele Menschen schwierig finden: in einer solchen Lage gut zueinander zu stehen und sich nicht in den Kreislauf von Beleidigungen, Bedrohungen, Anschuldigungen, Lüge und Rechtfertigung zu stürzen.

Die Therapeutin kann dem Ehepaar dabei behilflich sein, Beziehungsprobleme zu entdecken und eindeutig zu identifizieren, die Wünsche aller zu verstehen, Missstände und Kommunikationsmängel zu beheben, Lösungsansätze zu erarbeiten und wieder eine Perspektive für die Zukunft zu erarbeiten. In der Zeit nach einer Angelegenheit heißt das, dass entweder das Ehepaar die letztlich unvermeidliche Scheidung vollendet und beide die Chance auf einen Neuanfang haben.

Beide können die Krisensituation zusammen überwinden und damit einen bedeutenden Schritt in ihrer Partnerschaft für eine gemeinschaftliche Zukunftsperspektive machen. Häufig endet es mit der erstaunlichen Einsicht, dass die Beziehungen nie wieder dieselbe sein werden - aber nicht schlimmer - und oft noch besser!