Die Polizei durchsuchte in mehreren Staedten die Bueros des Datierungsportals Lovoo. Dresden. Die Polizei hat am vergangenen Donnerstag in Dresden, Berlin und Nürnberg mehrere Firmen- und Privaträume wegen des Verdachts des Betrugs beim Lovoo Dating Service abgesucht. Wie die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft und die Landeskriminalpolizei berichten, wurden zwei Verdaechtige inhaftiert. Angeblich hat das Konzern die Anwender, insbesondere die Herren, mit so genannten Fake-Profilen in die Kostentreiberei mitgenommen.
Die drei Geschäftsführer und neun weitere Lovoo-Mitarbeiter werden wegen Wirtschaftsbetrugs angeklagt. Alleine in Dresden wurden 13 Gegenstände von Ermittlern durchsucht. Die Beamten brachten Kartons aus den Büroräumen der Zentrale des Online-Unternehmens in einer großen Einkaufsstraße in Dresden mit. In Berlin gab es zwei weitere Suchaktionen, eine in Nürnberg. Es geht nicht darum, das Online-Portal stillzulegen, sondern "Straftaten auf Kosten der Benutzer zu verhindern", so die Generalstaatsanwaltschaft.
Über eine Applikation kann Lovoo seinen Usern die Gelegenheit bieten, andere Menschen in Bezug auf ihre Interessen und ihren Standort kennen zu lernen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft hat die zielgerichtete Erstellung von Falschprofilen dazu geführt, dass Benutzer bezahlte Dienste buchten. Lovoo zufolge wird die Anwendung von mehr als 50 Mio. Menschen auf der ganzen Welt verwendet.
Lovoo-Gründer Benjamin Bak hat bereits die Leitung des Unternehmens aufgegeben. Gegen die beiden Lovoo-GeschÃ?ftsfÃ?hrer Benjamin Bak und Alexander Friede wurde das Gerichtsverfahren ausgesetzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden auf Antrag der GrÃ?ndungsszene bestaetigte. Dafür müssen die Beklagten einen Betrag von 1,2 Mio. EUR aufbringen. Kurz nach seiner Entlassung aus der Haft trat Benjamin Bak als geschäftsführender Gesellschafter zurück.
Der hohe Prozentsatz hatte die Beklagte zugesagt, so dass die laufenden Ermittlungen ausgesetzt werden konnten. Die Bak und Fried müssen die Ausgaben wohl eher allein tragen, sagen sie. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte erst am Donnerstag in Beantwortung von Fragen mit, dass eine Entscheidungsfindung fruehestens in zwei Kalenderwochen erwartet werde. Der Turnaround in dem Verfahren sei nun durch die Genehmigung einer Vereinbarung durch das Gericht eingeläutet worden, sagte die U-Bahn heute.
"Es ist unüblich, dass das Gerichtsverfahren für diesen Gesamtschaden ausgesetzt wird", sagt Generalstaatsanwalt Claus Bogner. Auch die Gesamtsumme soll um 1,2 Mio. zulegen. Zugleich hatten das Unter-nehmen und die Beklagten eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet und sich bereit erklärt, ihre Bemühungen gegen "Spam und Fälschungen" in der Dating-App zu verstärken, sagte Lovoo.
Das hat die Anklage getan. Es wurde vermutet, dass die Lovoo-Geschäftsführer ihre Benutzer mit gefälschten Profilen getäuscht haben und damit schweren volkswirtschaftlichen Schäden in Millionenhöhe entstanden sind. In Berlin und Dresden stürmen das Bundeskriminalamt und die Polizei im vergangenen Monat die Ämter und verhaften Benjamin Bak und Alexander Friede. Sie wurden kurz darauf gegen eine Sicherheitsleistung von 300.000 EUR aus der Haft entlassen. Für beide wurde eine Haftstrafe vereinbart.
Was passiert nach der Schlachtzugsaktion mit Lovoo? Es wurden die Zimmer von Lovoo abgesucht, die Manager verhaftet: