Nach einer neuen Untersuchung müssen sich diejenigen, die nicht von Haus aus mit einem schönen Aussehen ausgestattet sind, keine Sorgen machen: Weil für Frauen nicht nur der Waschbrettmagen wichtig ist. Körperliche Mängel können somit durch menschliche Schaffenskraft und Verstand ausgeglichen werden. Manch einer mag es geahnt haben, jetzt haben Wissenschaftler den naturwissenschaftlichen Nachweis erbracht: Menschen mit weniger ansprechendem Äußerem können laut einer laufenden Untersuchung ihre Chance mit Scherz und kreativem Erscheinen bei der Suche nach Partnern klar erhöhen.
Der Autor und Diplompsychologe Christopher Watkins von der Dochtay University in Schottland bringt es auf den Punkt: "Kreative Gestalten mit weniger attraktivem Gesicht werden ebenso beinahe so anziehend wie wirklich gut wirkende Gestalten, die weniger selbstständig sind. "Die beliebtesten beim Frauengeschlecht sind attraktive und zugleich schöpferische Herren.
Dass dies auch in die entgegengesetzte Richtungen zutrifft, d.h. ziemlich unschön wirkende Frauen können ihre Chance bei einem Mann durch ein besonders eigenwilliges Aussehen steigern, konnten die Wissenschaftler in ihren Versuchen jedoch nicht nachweisen. Er hat sein Arbeitszimmer in zwei Etappen aufgebaut. Zuerst hat er eine Freiwilligengruppe gebeten, sich Bilder von Frauen und Männer anzusehen und ihre Anziehungskraft zu beurteilen.
Im zweiten Durchgang präsentierte er diese Bilder einer anderen Teilnehmergruppe - allerdings wurden die Portraits durch Statements vervollständigt, die angeblich zu gewissen Fragestellungen gemacht wurden. Jeweils die eine Seite war sachlich und ziemlich gelangweilt, die andere Seite war schöpferisch und amüsant. Die zweite Personengruppe wurde dann auch aufgefordert, die auf den Bildern dargestellten Personen nach ihrer Anziehungskraft zu beurteilen - wodurch die nicht besonders schillernden, aber mit originalen Äußerungen verbundenen Herren auch den Frauen auf einmal sympathisch erschienen.
Weniger stark fiel dieser Einfluss bei Frauen aus. Die Frauen sind "das selektivere Geschlecht" bei der Partnerwahl, heisst es als Begründung. Entwicklung begünstigt die Selektion von Menschen, die für gesunde Nachkommen und Geborgenheit bürgen. Dies ist ein Pluspunkt bei der Partnerwahl.