Co Partnerschaft

Co-Partnerschaft

Ein Ausweg aus der Abhängigkeit von einem Partner ist nie einfach. Bei einer Partnerschaft mit einem Süchtigen versucht der Gesunde in der Regel zu helfen. Ein Partner, der Gutes findet oder nicht (im Gegensatz zu einer Co-Abhängigkeit).

Koabhängigkeit & Beziehung: Möglichkeiten zur Befreiung

Du hast es erreicht und bist nicht mehr von deinem Lebenspartner abhaengig, der sich im Verlauf deiner Partnerschaft als Narzissten herausgestellt hat. Monatelang oder seit Jahren lebst du mit einer Co-Abhängigkeit in deiner Beziehung: dein/e PartnerIn war ein ausgesprochener EgomaneIn - und du warst seine Quelle der Energie. Ihr Verhältnis war gekennzeichnet durch ständige Höhen und Tiefen, verbunden mit viel Dramatik.

Die Abhängigkeit in der Partnerschaft hat gelegentlich physische Konsequenzen - aber immer psychologische. Jahrelanges Zusammenleben in einer entwässernden Partnerschaft ist eine Qual, man löst die Verbindung zu sich selbst, man hat kein Selbstvertrauen mehr, man kann sich kaum noch im Spiegelbild betrachten, ohne sich nachzugeben. Weil der Narzist dir alle Lebenslust und Energie genommen hat - bis du die Schnur des Reißverschlusses herausgezogen hast.

Auch wenn Sie endlich den ersten und bedeutendsten Weg gemacht haben, sich von der Co-Abhängigkeit in Ihrer Partnerschaft vollständig zu befreien, nicht mehr manipuliert werden, sich ein für allemal von Ihrem Gesprächspartner verabschieden und alle Kontaktaufnahmeversuche im Ansatz unterbinden, steht die eigentliche Gefühlsarbeit erst am Anfang. Der Weg aus der Co-Abhängigkeit ist lang und felsig.

Für den erfolgreichen Abschluss der folgenden Arbeitsschritte brauchen Sie viel Zeit - abhängig von der Laufzeit der Verknüpfung. Die erste Etappe zur gefühlsmäßigen Erholung von der Co-Abhängigkeit in der Partnerschaft hört sich simpel an, ist aber eine wirkliche Herausforderung: akzeptiere, dass du dich in einen Narzisst verliebt hast.

Sie sollten jedoch nicht übersehen, dass Sie selbst Ihren Teil zur Entstehung dieser unangenehmen Verbindung beizutragen haben. Mit deinem negativen Selbstverständnis, das durch die Abwertung des anderen gestärkt wurde, hatte dein Gesprächspartner die Gelegenheit, die nötige Aufmerksamkeit aus der Partnerschaft zu ziehen. Du entscheidest nicht, ob die Verbindung fehlgeschlagen ist.

Falls der/die PartnerIn abhängig ist.

Verwandte von Abhängigen haben es in der Regel sehr mühsam. Gerade der nächste Gefährte eines Abhängigen hat oft unter den Konsequenzen der Abhängigkeit zu leiden, wie derjenige selbst. Koabhängigkeit ist eine Nebenwirkung der Abhängigkeit, aber sie tritt beim gesünderen Körper auf. Auf diese Weise anerkennen wir die Co-Abhängigkeit und können ihr entsprechend gegensteuern.

Das Marchen vom Fröschenkönig ist uns allen bekannt: Eine Fürstin stürzt ihr vielfaches Stück, eine Goldkugel, in den Springbrunnen. Es taucht ein fetter, unschöner Laubfrosch auf und bietet an, den Ball wieder herauszunehmen. Sie will nur ihre Patrone zurück. Die Tatsache, dass sie dann einen ekelhaften Frösch in ihrer unmittelbaren Umgebung tolerieren muss, scheint ihr so abstrakt und unüberwindbar, dass sie vorzeitig in den Beruf eintritt.

Aber das Unmögliche wird Wirklichkeit: Dank der Weisung des Gründers, dass die Fürstin ihr Wort unter allen Bedingungen einhalten muss, frisst und schlummert der Laubfrosch mit der Fürstin. Für sie wird die Situation untragbar, am Ende befreien sie sich, indem sie den Strahl gegen die Mauer schlägt. Der Prinz wünscht sich eine wahre Verbindung, einen Fürsten, der zu ihm paßt.

Doch wegen ihres schuldigen Bewusstseins, das im Marchen ihres strikten Vaters verkörperlicht ist, begnügt sie sich mit einem ekelhaften Frösch, der das Unmögliche verlangt. Er steht für die süchtige Partnerin, der die Fürstin aufgrund ihres guten Willens und verlorener Wertvorstellungen all ihre ganze Kraft und Zuwendung schenkt, bis sie sich ganz aufgibt.

Schließlich wird aus dem hässlichen Frösch ein schöner Prinz. Dies ist die Bestätigung für die selbstbewusste, willkürliche Erlösung der Fürstin durch den mächtigen Mauerklopfer. Unglücklicherweise kann nicht jeder aus einer komplizierten Partnerschaft mit einem süchtigen Lebenspartner so beständig und sicher entkommen. Wenn dein Begleiter eine Krankheit hat, möchtest du ihm beibringen.

Allerdings verwandelt sich dieser Wille oft in ein pathologisches Krankheitsbild selbst, bei dem die Abhängigkeit den gesünderen Menschen vollständig übernimmt und der übertriebene Wille, ihn zu befreien und seine Abhängigkeit zu unterdrücken. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Co-Abhängigkeit auch Sex, Romantik oder Verhältnisabhängigkeit ist. Überhaupt trifft jedoch zu: Wenn sich alles Nachdenken, Tun und Fühlen nur zwangsläufig um den Süchtigen und die eigene Persönlichkeit und die eigenen Belange, Zinsen und Wünsche vollständig in den Vordergrund rückt, kann sich innerhalb einer Partnerschaft eine Co-Abhängigkeit ausbilden.

Der Grund für die Co-Abhängigkeit liegt oft in der kindlichen Entwicklung, z.B. wenn der Co-Süchtige selbst zumindest einen süchtig machenden Vater hatte. Schon im Kindesalter haben die Betroffenen das Gefühl, dass sie dieser Person mithelfen müssen, um überhaupt eine gefühlsmäßige oder körperliche Aufmerksamkeit zu erregen. Der Betreffende betrachtet die Beziehungspflege mit einem Süchtigen oft als Antwort auf die alten Schwierigkeiten und Verletzten.

Folgende Beschwerden, seelische Beschwerden oder Anomalien haben bei der Diagnostik der Co-Abhängigkeit eine große Bedeutung: suchtspezifische Symptome: Dabei steht der Wille im Mittelpunkt, dem süchtigen Lebenspartner unter allen Bedingungen behilflich sein zu können und die Abhängigkeit selbst zu beherrschen. Nachdenken, Schauen, Tasten, Fühlen- alles kreist um die Empfindlichkeiten der Süchtigen.

Die vollständige Akzeptanz des abhängigen Mitarbeiters hat zur Folge, dass die eigenen Wünsche und Belange vernachlässigt werden. Beschämung, Schuldgefühl und Zweifel können süchtige Verwandte dazu bringen, sich selbst die Verantwortung für die Abhängigkeit ihres Partners aufzubürden. Es ist ihrer seits ein mangelnder Grad an Zuneigung, dass ihr Ehepartner ein Süchtiger ist oder ist.

Zur groben Einschätzung, ob man selbst von einer Co-Abhängigkeit beeinflusst wird, dient zunächst ein Autotest. Eine Co-Abhängigkeit kann sich trotz vergleichbarer Beschwerden und Diagnosebilder für jeden Betreffenden unterschiedlich ausdrücken. Abhängig von der Art und dem Umfang der Abhängigkeit des Ehepartners, seinen eigenen individuellen Lasten und Verwicklungen sowie dem biografischen und gegenwärtigen Lebensumstand braucht ein Co-Süchtiger eine individuelle, auf ihn zugeschnittene Betreuung, Ratschläge oder Therapien durch einen auf dieses Gebiet spezialisierten Psychotherapeuten.

Im Rahmen meiner Tätigkeit beschäftige ich mich tagtäglich mit Menschen, die von der Co-Abhängigkeit beeinflusst sind. Diesen Menschen möchte ich gerne dabei behilflich sein, die Begleitsymptome der Abhängigkeit eines süchtigen Menschen in Gestalt der Co-Abhängigkeit früh zu erfassen und zu ergründen.