Jeder jüdische Jugendliche, der in Deutschland nach jemandem mit der selben Religionen auf der Suche ist, muss entweder auf einen großen Glücksfall warten oder Unterstützung einholen. In diesem Land setzen viele jüdische Menschen zunehmend auf die zweite Version. In den Innenhöfen der Osnabrücker Judengemeinde gibt es ein Barbecue. Rund zwanzig Jugendliche sitzt bei hausgemachten Würsten und Pommes frites.
Dazu haben sich jugendliche jüdische Jugendliche und Jüdinnen aus ganz Deutschland zusammengefunden. Im Rahmen des Programms werden unter anderem Praxisseminare von Rabbinerinnen aus Israel zu Fragen wie "The Jewish View of Marriage" angeboten. Das Ganze wird von "Morasha" organisiert, einer rechtgläubigen Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die jungen jüdischen Menschen noch enger an ihre Religionen zu knüpfen. " Die jüdische Begriffsbestimmung von Hingabe und Romanze ist anders als die des Welten.
"Nur rund 0,2 Prozentpunkte der Menschen in Deutschland sind Juden, und der Prozentsatz der Menschen unter 20 bis 40 Jahren ist noch niedriger. Dies ist ein weiterer Grund, warum geschätzt wird, dass jeder zweite jüdische Mensch in diesem Land einen nichtjüdischen Lebensgefährten anheuert. Maximal Kolbasner hat derzeit eine jüdische Lebensgefährtin, aber er war auch bei Nichtjuden. Die Religionen waren ihm früher nicht besonders bedeutsam, sagt der 23-jährige Wirt.
Inzwischen ist er jedoch Chef des Israelitischen Jugendhauses in Dortmund geworden und seine Perspektive hat sich verändert. "Zum Beispiel wurde ich nicht sehr großzügig aufwachsen. Das alles habe ich durch das Jugendhaus erfahren und durch das Haus eine jüdische Eigenständigkeit erworben. Ich möchte das auch an meine eigenen vier Wände weiterleiten, damit sie auch eine jüdische Eigenart haben, ebenso wie ihre eigenen vier Wände.
"Nach der Halacha, der juedischen Religionsgesetzgebung, gilt ein Kind nur dann als Jude, wenn seine Eltern Jude sind. Jüdisches Denken ist aber keine Missionarehre. "Adrian Ben Schlomo hat gerade ein Becherglas zerquetscht, eines der vielen Zeremonien einer Judenhochzeit. Dies sollte uns viel Freude bereiten - und uns an den vernichteten Judentempel in Jerusalem errinern.
Vor einigen Jahren lernten sich die beiden in der Dortmunder Judengemeinde kennen. Jetzt heiraten sie dort. Nachdem sie die High School abgeschlossen hatte, lebte sie ein Jahr lang in Israel, um ihre Kenntnisse über das Jüdische Reich zu erweitern. Sie war schon damals zusammen mit Adrian, der sich auch um seine religiöse Überzeugung kümmert.
Auch der 32-jährige IT-Berater trug seine Kippe, die kirchliche Kopfschutzbekleidung für den Mann, bei der Ausübung seiner Tätigkeit. Derartige Fragestellungen klingen zwar langweilig, können aber zu konkreten Krisensituationen für jüdische nicht-jüdische Paare auslösen. Die 25-jährige Liz Shumanova, eine Studentin der Architektur, ist eine der Trauzeugen bei der Trauung in Dortmund. "â??Ich habe immer ein unangenehmes GefÃ?hl, wenn ich Ã?ber das Judenreich spreche oder was ich bisher erlebte, oder Ã?ber etwas im Zusammenhang mit der Schule oder meinen jÃ?dischen Freundinnen.
So ist es nicht bei meinen Judenfreunden. Und ich spreche zu viel über das Jüdische oder das Unglück? Ob sie wählen könnte, sagt sie, sie würde auch Juden verheiraten wollen - aber die Wahlmöglichkeiten in Deutschland sind schlichtweg beschränkt. "â??Ich lebe in Kassel, und in Kassel gibt es eine sehr kleine Gemeinschaft.
"Allerdings setzen sich die Kommunen und privaten Einrichtungen mit viel Kraft dafür ein, dass sich die jüdischen Jugendlichen in ganz Deutschland kennenlernen. Für Jugendliche gibt es Feriencamps, einen Jugend-Kongress - und sogar Seminarwochenenden für Alleinstehende. Auch wenn sie sich gerade erst getroffen haben, scheinen viele der Jugendlichen bekannt zu sein.
Gerade deshalb ist sie auf der Suche nach einem Judenpartner, sagt Inna aus Krefeld. "Die Religionen oder die Geistigkeit oder die Kultur, mit der man aufwuchs, sind ein sehr interner Teil der Person, der meist versteckt ist und der nicht mit Wörtern vermittelt werden kann.
Deshalb empfinde ich mich von einem Juden ohne Worte als verständnisvoll. Die Suche nach Juden verschiebt sich jedoch immer mehr in den digitalen Bereich. "â??Wenn Menschen ihr eigenes Anforderungsprofil erstellen, mÃ?ssen sie eine Ansprechpartnerin in ihrer jÃ?dischen Gemeinschaft benennen. Diese Ansprechpartner sollen dann im Netz nach passenden Ansprechpartnern für die Single suchen".
Mit anderen Worten: Nicht die Benutzer selbst schrieben sich gegenseitig, sondern Koppler, meist Rabbis, suchten nach den passenden Ansprechpartnern. Die Kopplung von Gesellschaftern, die " Schönduch " heißt, hat bei den glaubenden jüdischen Menschen eine lange Vorgeschichte. Über Jahrhunderte hinweg reisten Ehevermittler in Osteuropa von Ort zu Ort und holten jüdische Menschen, die bereit waren, zu heiraten. Die heutigen jüdischen Menschen können andere jüdische Menschen im Handumdrehen über das Netz miterleben.
Es fällt ihnen sehr schwer, jemanden für das eheliche Leben zu suchen, in unserem Falle ein junges Ehestand. "Aber im einzelnen Schabbat lernt man sich noch immer analoge an. Z wei von ihnen haben sich für einen Moment aus der Gemeinschaft herausgestohlen.